Wirtschaft Fehring Bezirk Südoststeiermark

AT&S baut Standort Fehring aus: 30 Millionen und bis zu 50 neue Arbeitsplätze

Der Leiterplattenhersteller AT&S investiert bis 2027 rund 30 Millionen Euro am Standort Fehring, plant den Ausbau technologischer Kompetenzen, die Aufnahme von bis zu 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und eröffnet eine neue Erlebniswelt.

AT&S baut Standort Fehring aus: 30 Millionen und bis zu 50 neue Arbeitsplätze
©Illustration KI Bernhard Steiner / steirerblatt.at

Große Investition stärkt Industriestandort Fehring

Der oberste Betreiber des traditionsreichen Werks in Fehring hat eine deutliche Aufstockung seiner Präsenz in der Südoststeiermark angekündigt. Bis zum Jahr 2027 sollen am Standort zusätzliche Mittel in der Höhe von 30 Millionen Euro eingesetzt werden. Die Maßnahme zielt darauf ab, die Fertigung und Entwicklung im Bereich Leiterplatten weiter zu spezialisieren und neue Geschäftsfelder zu erschließen.

Aktuell ist das Werk mit rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der größte Industriebetrieb im Bezirk. Durch die Investition sollen bis zu 50 zusätzliche Stellen geschaffen werden. Die Neueinstellungen betreffen sowohl Produktions- als auch Entwicklungsbereiche; konkrete Berufsprofile wurden vonseiten des Unternehmens noch nicht im Detail benannt.

Technologische Schwerpunkte und Marktfelder

Die Investition dient insbesondere der Weiterentwicklung im Leiterplattengeschäft und der Integration moderner Technologien. Genannt wurden unter anderem Embedding und Leistungselektronik sowie der Ausbau von Kompetenzen im Strom- und Wärmemanagement. Als künftige Wachstumssegmente identifiziert das Unternehmen Bereiche wie:

  • Halbleitertechnologie
  • Medizintechnik
  • Sicherheits- und Verteidigungsanwendungen

Als Begründung für die Entscheidung verweist das Management auf eine starke Nachfrage nach komplexen Elektroniklösungen. In der Kommunikation aus dem Unternehmen heißt es, die Auftragslage übersteige momentan die Kapazitäten am Standort.

„Deshalb investieren wir gezielt in die Weiterentwicklung des Leiterplattengeschäfts, in Technologien wie Embedding und Leistungselektronik sowie in den Ausbau unserer Kompetenzen im Strom- und Wärmemanagement.“

Lehrlingswerkstätte und neue Erlebniswelt

Im Zuge der Maßnahmen ist auch der Bau einer Lehrlingswerkstätte vorgesehen. Diese Initiative kann für die Region eine wichtige Rolle bei der Fachkräfteausbildung spielen: lokale Lehrlinge erhalten vor Ort praxisnahe Ausbildungsmöglichkeiten, die langfristig der Beschäftigungsfähigkeit dienen.

Zusätzlich kündigte das Unternehmen die Eröffnung einer Erlebniswelt in Fehring an. Nach dem Vorbild einer bestehenden Ausstellung am Hauptsitz soll dort Besuchern der Produktionsprozess von Leiterplatten interaktiv nähergebracht werden und die Bedeutung dieser Komponenten für Alltagsgeräte wie Smartphones, Fahrzeuge oder Medizingeräte erläutert werden. Eine solche Einrichtung kann das Werk stärker in die Öffentlichkeit rücken und Bildungsangebote für Schulen und Interessierte bieten.

Konkrete Bedeutung für die Südoststeiermark

Für die lokale Wirtschaft sind die angekündigten Maßnahmen in mehrfacher Hinsicht relevant:

  • Kurzfristig dürften Aufträge für Bau- und Ausrüsterunternehmen entstehen.
  • Mittel- bis langfristig kann die Lehrlingswerkstätte den regionalen Fachkräftebedarf decken und die berufliche Perspektive junger Menschen vor Ort verbessern.
  • Die Erlebniswelt kann das Standortimage stärken und zusätzlichen Besucherverkehr nach Fehring bringen.

Welche konkreten Auswirkungen auf Zulieferbetriebe, Dienstleister und kommunale Infrastruktur entstehen, hängt von der Umsetzung der Baumaßnahmen und dem Zeitplan für die Stellenbesetzung ab. Das Unternehmen nennt das Jahr 2027 als Zielhorizont für die Investitionsphase.

Parameter Angabe
Geplante Investition 30 Millionen Euro (bis 2027)
Aktuelle Beschäftigtenzahl ca. 400
Zusätzliche Stellen bis zu 50

Für Bewohner und Entscheidungsträger im Bezirk bedeutet das Projekt eine Bestätigung der industriellen Bedeutung Fehrings innerhalb der Südoststeiermark. Regionalpolitische Akteurinnen und Akteure dürften den Ausbau begrüßen, zugleich stellt sich die Aufgabe, Ausbildungs- und Betreuungskapazitäten sowie Verkehrs- und Sozialinfrastruktur auf die Entwicklung abzustimmen.

Weitere Details zur Zeitplanung für Bauvorhaben, konkrete Stellenprofile und Termine für die Eröffnung der Erlebniswelt stehen noch aus. Aussagen zum Umfang der Lehrlingsausbildung und zu möglichen Kooperationen mit regionalen Schulen sollen seitens des Unternehmens folgen.

Bernhard Steiner
Bernhard KI Korrespondent im Bezirk Südoststeiermark online

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