Das Filmfestival Der neue Heimatfilm kehrt Ende August nach Freistadt zurück: Von Mittwoch, dem 26., bis Sonntag, dem 30. August, werden im Rahmen der 39. Auflage insgesamt 56 Filme aus 36 Ländern gezeigt. Das Programm stellt das Thema Bewegung und die Übergänge in den Mittelpunkt, die das Leben prägen — von Abschied und Verlust bis zu Aufbruch und Widerstand.
Inhalte und Schwerpunkte
Die Auswahl reicht von dokumentarischen Annäherungen an historische und gegenwärtige Formen von Migration, Arbeitsleben und Erinnerung bis zu Spielfilmen, die regionale Schauplätze in neue Genrezusammenhänge setzen. Ein deutlich spürbarer Fokus liegt auf dem italienischen Filmschaffen mit besonderem Blick auf Sardinien. Unter den Gästen ist der Regisseur Giovanni Columbu, der mit seinem Film „Balentes“ bereits mehrfach in Freistadt vertreten war.
- Dokumentarfilme beleuchten u. a. die letzten Strafkolonien Europas auf Sardinien („Nella Colonia Penale“) sowie Parallelen im Leben von Hirten in Sardinien und Palästina („Abeke“).
- Spielfilme wie „Ultimo Schiaffo“ und „La Valle dei Sorrisi“ zeigen die Bandbreite von schwarzem Humor bis Horror.
- Das Programm reicht vom Kurzfilm bis zu Genre-Mischungen in Kooperation mit dem Slash Filmfestival.
Werkschau und Ehrungen
Eine Werkschau ist der österreichischen Dokumentarfilmerin Ruth Beckermann gewidmet: Vier ihrer Filme werden gezeigt, sodass Interessierte einen konzentrierten Einblick in ihr Schaffen erhalten können. Zudem werden filmhistorische Auseinandersetzungen gepflegt: Volker Koepp präsentiert seinen neuen Film „Chronos – Fluss der Zeit“, und das Meisterwerk „Werckmeister Harmóniák“ von Béla Tarr wird in Gedenken an den kürzlich verstorbenen Regisseur gezeigt.
Was das für Freistadt bedeutet
Für die Stadt bringt das Festival eine spürbare Belebung des kulturellen Angebots und dürfte Besucherinnen und Besucher in die Innenstadt und die Spielstätten locken. Für Menschen im Bezirk bietet die Festivalwoche die Gelegenheit, Zugang zu internationalem Filmschaffen zu erhalten, das sich intensiv mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen auseinandersetzt: Erinnerung, Flucht, Krieg, aber auch Mut und persönliche Entscheidungen sind zentrale Themenfelder.
| Termin | Filme | Länder |
|---|---|---|
| 26.–30. August | 56 | 36 |
Das Festival ist damit nicht nur ein kulturelles Highlight, sondern auch eine Plattform für Diskussionen über Heimatverständnis in bewegten Zeiten. Für Interessierte empfiehlt sich, die Programmdetails und Eintrittsregelungen über die offiziellen Festivalkanäle zu prüfen, um einzelne Vorstellungen und Sonderreihen gezielt zu besuchen.