Ermittlungen nach Tatserie in mehreren Bezirken
Ein 16-Jähriger, der sich bei einem eintägigen Haftausgang aus der Justizanstalt Innsbruck entfernte, wurde nach einer Serie von Eigentumsdelikten im Raum Oberösterreich erneut in Haft genommen. Die Ermittlungen führen neben dem Jugendlichen einen 21-jährigen Beschuldigten aus dem Bezirk Perg als weiteren Hauptverdächtigen.
Ablauf der Flucht und Tatzeitraum
Der Jugendliche nutzte am 19. Juni 2026 einen Haftausgang zur Flucht. In der Folgezeit kam es, teils unter Mitwirkung des 21-Jährigen, zu einer Reihe von Eigentumsdelikten in den Bezirken Amstetten, Perg, Freistadt und Urfahr-Umgebung. Insgesamt werden den beiden Hauptverdächtigen bislang 19 Straftaten zugerechnet.
Ende der Flucht auf der S10
Am 25. Juli 2026 fuhren die beiden Hauptverdächtigen gemeinsam mit drei weiteren jugendlichen Mitwirkenden in einem zuvor gestohlenen PKW auf der Schnellstraße S10 in Richtung Freistadt. Im Gemeindegebiet von Kefermarkt musste das Fahrzeug wegen einer Panne zurückgelassen werden; die Polizei leitete daraufhin eine Fahndung ein. Gegen 22 Uhr wurden alle Beteiligten festgenommen.
- Täter: 16-Jähriger aus Bezirk Kirchdorf; 21-Jähriger aus Bezirk Perg
- Mitbeteiligte: drei weitere Jugendliche (auf freiem Fuß angezeigt)
- Tatorte: Amstetten, Perg, Freistadt, Urfahr-Umgebung
- Strafumfang: bisher 19 zugeordnete Straftaten
Folgen und Ermittlungsstand
Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Linz wurden die beiden Haupttäter am 26. Juli 2026 in die Justizanstalt Linz eingeliefert. In der Zwischenzeit wurde der 16-Jährige zurück in die Justizanstalt Innsbruck überstellt. Der 21-jährige Beschuldigte befindet sich in Untersuchungshaft in der Justizanstalt St. Pölten. Die drei weiteren jugendlichen Beschuldigten wurden angezeigt, aber nicht in Haft genommen.
| Datum | Ereignis |
|---|---|
| 19. Juni 2026 | Flucht des 16-Jährigen bei Haftausgang |
| 25. Juli 2026 | Panne auf S10 bei Kefermarkt; Festnahmen gegen 22 Uhr |
| 26. Juli 2026 | Einlieferung der Haupttäter in Justizanstalt Linz |
Für Bewohnerinnen und Bewohner des Bezirks Freistadt macht die Tatserie deutlich, dass grenzüberschreitende Täterbewegungen sich nicht nur auf einzelne Orte beschränken. Die Behörden konnten durch koordinierte Fahndung jedoch rasch reagieren, sodass die Hauptverdächtigen erneut in Haft sind. Vonseiten der Polizei und Staatsanwaltschaft bleiben weitere Details zu den einzelnen Tathandlungen und den laufenden Ermittlungen abzuwarten.