Spannung vor dem Finale: Lengauer nähert sich der Spitze
Der Neumarkter Rallye-Pilot Michael Lengauer hat sich mit seinem zweiten Platz bei der Rallye Weiz in eine zentrale Rolle im Titelkampf der Österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft gefahren. Nach dem vorletzten Saisonlauf liegt Lengauer nur noch vier Punkte hinter dem Spitzenreiter und geht als einer der Kandidaten in das Saisonfinale, die 1.000-Hügel-Rallye am 28./29. August.
In der aktuellen Gesamtwertung führt Hermann Neubauer aus Salzburg mit 112 Punkten, gefolgt von Lengauer mit 106 Punkten und dem früheren Champion Simon Wagner aus Unterweitersdorf mit 101 Punkten. Die enge Punktelage bedeutet, dass die Entscheidung um den Staatsmeistertitel erst beim letzten Lauf fällt.
Rallye Weiz: Wendepunkt und Reifenfrage
Lengauer beschreibt die Rallye Weiz als einen Lauf, in dem frühe Entscheidungen – etwa bezüglich der Reifenwahl – den Verlauf beeinflussten. Er berichtet, dass unerwartete Entwicklungen die Situation verkomplizierten, der Schaden für das Team aber begrenzt werden konnte. Zudem veränderte sich das Klassement durch den Ausfall von Simon Wagner, was die Ausgangslage für die verbleibenden Fahrer neu ordnete.
„Schon die erste Reifenentscheidung entwickelte sich in Weiz entgegen den Einschätzungen, doch es gelang uns, den Schaden in Grenzen zu halten“,
Als Lengauer auf den technisch angeschlagenen Wagen von Wagner auflief und an ihm vorbeiging, veränderte sich die Rallye innerhalb weniger Sekunden. Solche Situationen erfordern schnelle Reaktion und behalten einen direkten Einfluss auf die Gesamtwertung.
Was das für den Bezirk Freistadt bedeutet
Für den Bezirk Freistadt ist Lengauers aktueller Erfolg bedeutsam: Ein Fahrer aus Neumarkt mischt unmittelbar im Kampf um den nationalen Titel mit. Das schafft Aufmerksamkeit für die Region, fördert das lokale Motorsport-Engagement und kann auch für beteiligte Betriebe und Sponsoren wirtschaftliche Effekte haben, etwa durch erhöhte Medienpräsenz und Besucherinteresse beim Saisonfinale.
- Aktueller Stand: Neubauer 112 | Lengauer 106 | Wagner 101
- Vorentscheidung: fällt bei der 1.000-Hügel-Rallye am 28./29. August
- Fokus des Teams: Eigene Leistung stabilisieren und im Finale nochmals einen Schritt verbessern
Das Team von Lengauer betont, dass trotz der engen Punkteabstände vor allem die Konzentration auf die eigene Performance zählt. Viel gerechnet werde nicht; stattdessen wolle man die nächsten Wochen nutzen, um das Fahrzeug und die Strategie zu optimieren.
| Rang | Fahrer | Punkte |
|---|---|---|
| 1 | Hermann Neubauer | 112 |
| 2 | Michael Lengauer (Neumarkt) | 106 |
| 3 | Simon Wagner | 101 |
Für die Motorsportfans im Bezirk bleibt es spannend: Bei nur wenigen Punkten Unterschied kann im Finale jeder Fehler oder jeder ausfallende Konkurrent die Entscheidung bringen. Die 1.000-Hügel-Rallye wird damit zum Schauplatz, an dem sich klären wird, ob ein Fahrer aus dem Mühlviertel den Titel nach Hause fährt oder ob ein Konkurrent den Meisterschaftssieg erringt.
Weiterführende Informationen zu Startzeiten, Streckenverlauf und Eintrittsmöglichkeiten liefert der Veranstalter der 1.000-Hügel-Rallye; lokale Motorsportvereine bereiten sich derweil auf eine mögliche starke mediale Präsenz aus der Region vor.