Ein ungewöhnlich intensiver Einsatztag hat die Feuerwehren im Bezirk Liezen in Atem gehalten: Die Bereichsfeuerwehrzentrale meldete am Mittwoch bis 21:30 Uhr insgesamt 26 Alarmierungen. Dabei waren rund 350 Einsatzkräfte aus mehreren Ortswehren tätig. Die Vorfälle reichten von Waldbränden über Unwetterschäden bis zu Verkehrsunfällen mit Verletzten.
Unwetter und Waldbrände dominierten den Einsatzkalender
Am Abend zog zwischen etwa 18 und 19 Uhr eine schlagartige Unwetterfront mit kräftigen, wenn auch kurzen Niederschlägen durch den Bezirk. Neben dem Auspumpen mehrerer Keller gehörten das Freimachen von Verkehrswegen nach umgestürzten Bäumen und die Beseitigung von Murenabgängen zu den häufigsten Aufgaben. Parallel dazu bekämpften die Wehren mehrere Waldbrände.
Konkrete Einsätze – Auswahl aus der Chronologie
- 07:48 Uhr – FF Rottenmann: Ölbindearbeiten nach einem Verkehrsunfall mit zwei PKW.
- 11:12 Uhr – FF Untertal-Rohrmoos: PKW von der Straße abgekommen (Nähe Eschachalm), eine verletzte Person.
- 12:29 Uhr – FF Tauplitz und FF Klachau: Waldbrand am Kulmkogel.
- 14:58 Uhr – FF Zauchen, FF Tauplitz, FF Kainisch und FF Neuhofen: Brand am Krahstein (etwa 50 m² betroffen; am Abend mit rund 60 Einsatzkräften unter Kontrolle gebracht).
- 18:04 Uhr – FF Gröbming: Auspumparbeiten in Supermarkt, Tiefgarage und Wohnhaus.
- 19:01 Uhr – FF Lupitsch: Verkehrsunfall auf der B145 mit einer verletzten Person.
In Summe waren neben zahlreichen kleineren Einsätzen auch insgesamt sechs Waldbrände und mindestens fünf Verkehrsunfälle zu verzeichnen, teils mit Verletzten. Bei einem der größeren Waldbrände am Krahstein waren gegen 21 Uhr etwa 60 Feuerwehrleute im Löscheinsatz.
Bedeutung für die Region und Hinweise an die Bevölkerung
Die Häufung verschiedener Einsatzarten an einem Tag macht deutlich, wie schnell sich die Lage in den Bergtälern und Waldrandgebieten verändern kann: Trockenheit und Wind begünstigen die Entstehung und Ausbreitung von Vegetationsbränden, lokale Gewitter sorgen kurzfristig für Überlastungen in Siedlungsbereichen durch Starkregen. Für Anrainerinnen und Anrainer im Bezirk bedeutet das:
- Vorsicht beim Entzünden von Feuer oder dem Wegwerfen von Glut in Wäldern und Wiesen.
- Bei Unwetterwarnungen Fahrzeuge nach Möglichkeit sicher abstellen und Keller auf mögliche Überflutungsrisiken prüfen.
- Bei Sichtung von Rauch oder Feuer sofort die Feuerwehr über die Notrufnummer 122 alarmieren und konkrete Ortsangaben machen.
Personelle und materielle Belastung der Wehren
Der hohe Einsatzumfang an einem einzigen Tag fordert sowohl die personellen als auch die materiellen Ressourcen der Ortsfeuerwehren. Freiwillige Feuerwehren im Bezirk arbeiten eng zusammen und koordinieren über die Bereichszentrale die Einsätze. Solche Lagen zeigen die Bedeutung ausreichender Ausrüstung und regelmäßiger Ausbildung, vor allem für Einsätze in schwierigem Gelände.
| Aspekt | Angabe |
|---|---|
| Gesamtalarmierungen (bis 21:30 Uhr) | 26 |
| Eingesetzte Feuerwehrleute | rund 350 |
| Waldbrände | 6 |
| Verkehrsunfälle (teils schwer) | 5 |
Die Feuerwehren bitten weiterhin um Umsicht in Wald- und Siedlungsgebieten. Für aktuelle Informationen halten die Bereichsfeuerwehrzentrale und die Ortswehren entsprechende Warnmeldungen bereit.