Im Stadtteil St. Georgen am Sandhof stand am Samstag das traditionelle Feuerwehrfest im Zeichen eines seltenen Jubiläums: Die Freiwillige Feuerwehr St. Georgen beging ihr 140-jähriges Bestehen. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Kirche sowie Abordnungen von Nachbarwehren, der Berufsfeuerwehr Klagenfurt und der Hauptwache kamen, um die Florianis zu würdigen.
Was gefeiert wurde
Die Gründung der Wache datiert auf das Jahr 1886. Heute umfasst die Wehr rund 70 Kameradinnen und Kameraden, die im Einsatzfall die öffentliche Sicherheit im Stadtteil und darüber hinaus unterstützen. Hervorgehoben wurde bei den Reden nicht nur der operative Beitrag, sondern vor allem die Bedeutung des Ehrenamts für das städtische Zusammenleben.
„140 Jahre Freiwillige Feuerwehr St. Georgen am Sandhof – das bedeutet 140 Jahre Mut, Zusammenhalt und Einsatz für die Gesellschaft. Unsere Feuerwehrleute stehen Tag für Tag bereit. Dieses Jubiläum zeigt eindrucksvoll, wie stark das Ehrenamt in Klagenfurt ist. Ich danke allen Mitgliedern – früheren wie heutigen – für ihren unverzichtbaren Beitrag für unsere Stadt“
Dieses Zitat stammt von Feuerwehrreferent und Bürgermeister Christian Scheider, der die Verdienste der Wehr betonte. Musikalisch begleitete die Singgemeinschaft St. Georgen die Feierlichkeiten.
Denkmalgeschütztes Rüsthaus und lokale Identität
Besonders hervorgehoben wurde das historische Rüsthaus, das aus dem Jahr 1898 stammt und mittlerweile unter Denkmalschutz steht. Das Gebäude gilt als identitätsstiftendes Merkmal für den Stadtteil. Sein Erhalt verbindet kulturelles Erbe mit der praktischen Funktion als Stützpunkt für freiwillige Helfer.
- Gründungsjahr: 1886
- Mitgliederzahl: etwa 70
- Rüsthaus errichtet: 1898 (denkmalgeschützt)
Für Anrainerinnen und Anrainer bedeutet dies konkret Schutz durch eine gut verankerte lokale Wehr und die Pflege eines historischen Bauwerks. Für die Stadtverwaltung stellt die aktive Freiwilligenstruktur eine wichtige Ergänzung zur Berufsfeuerwehr dar, insbesondere bei größeren Einsätzen oder lokal begrenzten Notlagen.
Bedeutung für Klagenfurt
Die Würdigung durch Stadtvertreter unterstreicht, dass die Wahrung der Einsatzbereitschaft und die Förderung des Ehrenamts Bestandteile kommunaler Sicherheitspolitik sind. Ein denkmalgeschütztes Rüsthaus bringt zusätzliche Pflichten: Werterhaltung und fachgerechte Pflege sind notwendig, damit dieses Gebäude sowohl historischen Wert als auch funktionale Nutzbarkeit bewahren kann.
Die Veranstaltung bot darüber hinaus Gelegenheit für einen Austausch zwischen verschiedenen Feuerwehreinheiten und kirchlichen Vertretern, womit traditionelle Netzwerke innerhalb des Stadtteils und der Feuerwehrlandschaft gestärkt wurden. Für Interessierte bleibt festzuhalten: Die lokale Wehr ist gut sichtbar präsent und bietet für freiwillig Engagierte eine lange Tradition und aktive Einbindung in die städtische Gefahrenabwehr.