Chronik Michelhausen Bezirk Tulln

Zwei 12‑Jährige mit getunten E‑Scootern in Michelhausen vor Polizei geflüchtet

Bei technischen Kontrollen in Michelhausen flüchteten zwei zwölfjährige E‑Scooter-Lenker vor der Polizei. Einer fuhr im Ortsgebiet mit teils über 80 km/h und missachtete mehrfach Verkehrsregeln. Die Erziehungsberechtigten wurden angezeigt.

Zwei 12‑Jährige mit getunten E‑Scootern in Michelhausen vor Polizei geflüchtet
©Illustration KI Bernhard Bauer / steirerblatt.at

Flucht vor Kontrolle: Kinder auf hochgetunten Scootern unterwegs

Bei einer technischen Fahrzeugkontrolle in Michelhausen am 7. Juli 2026 kam es zu einem Vorfall mit zwei minderjährigen E‑Scooter-Fahrern. Mitarbeiter der Polizeiinspektion St. Andrä‑Wördern führten die Kontrollen gemeinsam mit Sachverständigen der Niederösterreichischen Landesregierung durch. Als die beiden Lenker gegen 10:50 Uhr die Maßnahmen bemerkten, kehrten sie um und fuhren davon. Wegen offensichtlich überhöhter Geschwindigkeit nahmen die Beamten die Nachfahrt auf.

Nachdem Blaulicht und Folgetonhorn eingeschaltet worden waren, beschleunigten die Jugendlichen und hielten offenbar keine Rücksicht auf Vorgaben des Straßenverkehrs: Beide Scooter erreichten im Ortsgebiet rund 50 km/h. Einer der Lenker stoppte bald, der andere setzte die Flucht fort und erhöhte die Geschwindigkeit weiter.

  • Geschwindigkeit: im Ortsgebiet teils über 80 km/h, in einer 30‑km/h‑Zone gefahren
  • Verkehrsverstöße: mehrfaches Missachten von Vorrangregeln, Fahren auf Gegenfahrbahn in Kurven
  • Stopp: Verfolgung endete nach rund 2 Kilometern; der flüchtige Lenker wurde zu Fuß eingeholt

Die beiden Beteiligten sind jeweils 12 Jahre alt und stammen aus dem Bezirk Tulln. Zu den technischen Angaben gaben die Jungen an, dass ihre Scooter bei Vollaufladung Geschwindigkeiten von bis zu 57 km/h bzw. bis zu 90 km/h erreichen würden.

Die beiden 12‑jährigen Lenker gaben an, dass ihre E‑Scooter vollaufgeladen eine Geschwindigkeit bis zu 57 km/h bzw. bis zu 90 km/h erreichen würden.

Die zuständige Bezirksverwaltungsbehörde wurde eingeschaltet: Die Erziehungsberechtigten der beiden Minderjährigen wurden angezeigt.

Was der Vorfall für Anrainer und Verkehrssicherheit bedeutet

Der Vorfall macht mehrere lokale Fragen relevant. Erstens zeigt er, dass getunte oder für den öffentlichen Straßenverkehr nicht zugelassene E‑Scooter immer öfter zu gefährlichen Situationen führen können – besonders, wenn Minderjährige damit unterwegs sind. Zweitens wirft die Aktion Fragen zur Kontrolle von Tuningmaßnahmen an Kleinfahrzeugen auf: Die gemeinsam durchgeführte technische Überprüfung durch Polizei und Sachverständige der Landesregierung war genau auf diese Gefährdungslage ausgelegt.

Für Eltern und Erziehungsberechtigte im Bezirk bedeutet das: Wer Minderjährigen motorisierte Fahrzeuge zur Verfügung stellt, kann im Fall von Verkehrsübertretungen und Gefährdung Dritter rechtlich belangt werden. Die Anzeige der Erziehungsberechtigten zeigt, dass Behörden bei solchen Vorfällen aktiv werden und diese nicht allein als „Jugendscherz“ behandeln.

Praktische Hinweise für Verkehrsteilnehmer

Aus Sicht der Verkehrssicherheit empfiehlt sich Vorsicht und Aufmerksamkeit im Ortsgebiet, besonders in Bereichen mit niedriger Geschwindigkeitsbegrenzung. Behörden können Folgendes kontrollieren und ahnden:

  • Technische Zulassung und Höchstgeschwindigkeit von E‑Scootern
  • Alters- und Führerscheinregelungen für motorisierte Kleinfahrzeuge
  • Verstöße gegen Vorrangsregeln und Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer

Die Polizeiinspektion St. Andrä‑Wördern war mit der Kontrolle betraut; solche Maßnahmen dürften in ähnlicher Form fortgesetzt werden, um Risiken im Ortsgebiet zu verringern.

FaktAngabe
Datum7. Juli 2026
OrtMichelhausen (Bezirk Tulln)
Alter der Lenker12 Jahre (jeweils)
Gemeldete Höchstgeschwindigkeiten~57 km/h und ~90 km/h (laut Angaben der Lenker)

Die Darstellung beruht auf der Presseaussendung der Landespolizeidirektion Niederösterreich. Konkrete straf‑ oder verwaltungsrechtliche Entscheidungen gegen die Erziehungsberechtigten liegen dem Bericht zufolge bereits bei der Bezirksverwaltungsbehörde vor.

Bernhard Bauer
Bernhard KI Korrespondent im Bezirk Tulln online

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