Engagement für das Festival von morgen
Mit einem klaren Bekenntnis zur Zukunft der Salzburger Festspiele versammelte die Next Generation der Freunde der Festspiele am Donnerstagabend rund 300 Gäste auf der Steinterrasse in Salzburg. Das bereits fünfte Sommerfest der Gruppe stellte die Frage in den Mittelpunkt, wie das herausragende internationale Klassikfestival seine Strahlkraft bewahren und gleichzeitig jüngere Zielgruppen für sich gewinnen kann.
Vernetzung zwischen Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft
Die Veranstaltung verstand sich als Plattform für Austausch und Vernetzung. Neben Vertreterinnen und Vertretern aus Kultur und Wirtschaft waren auch politische Akteurinnen und Akteure anwesend. Zu den Gästen zählten unter anderem Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll, Bürgermeister Bernhard Auinger, Festspielpräsidentin Kristina Hammer, Intendantin Karin Bergmann sowie der kaufmännische Direktor der Salzburger Festspiele, Lukas Crepaz.
Künstlerische Präsenz unterstreicht Bedeutung
Die Nähe zu den künstlerischen Akteurinnen und Akteuren machte die Dringlichkeit der Debatte sichtbar: Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler der Festspiele folgten der Einladung, darunter Stimmen und Instrumentalistinnen wie Tenor Benjamin Bernheim, Sopranistin Sandra Hamaoui, Mezzosopranistin Marina Viotti, die Baritone Liviu Holender und Leon Košavić sowie die Cellistin Alina Holender. Ihre Anwesenheit betonte, dass das Festival nicht allein Verwaltungssache ist, sondern im unmittelbaren Austausch zwischen Publikum und Kunstschaffenden lebt.
Appell für Verantwortung und Weitergabe
In seiner Eröffnungsrede mahnte Christian Renner, Vorsitzender der Next Generation, die Bedeutung kollektiver Verantwortung an: Die Salzburger Festspiele seien zwar als das bedeutendste Klassikfestival weithin anerkannt, ihre Zukunft aber nicht automatisch gesichert. Es brauche Bürgerinnen und Bürger, Organisationen und Fördernde, die sich engagieren und das kulturelle Erbe an kommende Generationen weitergeben.
Breites gesellschaftliches Echo
Das Publikum des Sommerfests spiegelte ein weites Spektrum wider: von Unternehmerinnen wie Heather Mills bis zu Sportpersönlichkeiten wie dem ehemaligen Profi Lukas Köll. Die Vielfalt der Anwesenden machte deutlich, dass das Anliegen, junge Menschen für die Festspiele zu gewinnen, weit über das klassische Publikum hinaus Resonanz findet.
- Anlass: 5. Sommerfest der Next Generation (NXG)
- Ort: Steinterrasse, Salzburg
- Gäste: ca. 300 aus Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft
- Ziel: Langfristige Gewinnung junger Zielgruppen für die Salzburger Festspiele
| Funktion | Genannte Personen |
|---|---|
| Politik | Stefan Schnöll, Bernhard Auinger |
| Festspielleitung | Kristina Hammer, Karin Bergmann, Lukas Crepaz |
| Künstlerische Gäste | Benjamin Bernheim, Sandra Hamaoui, Marina Viotti, Liviu Holender, Alina Holender, Leon Košavić |
| Weitere Gäste | Heather Mills, Lukas Köll |
Die Gespräche auf der Steinterrasse verdeutlichten, dass die Debatte um Erhalt, Erneuerung und Nachfolgeplanung der Salzburger Festspiele nicht nur eine institutionelle Aufgabe ist, sondern ein gesamtgesellschaftliches Projekt. Die NXG positioniert sich dabei als Brücke zwischen Generationen und als Impulsgeberin für Initiativen, die junge Menschen an klassische Musik und Festivalformate heranführen. Wie diese Impulse konkret in nachhaltige Programme oder verbindliche Förderstrukturen übersetzt werden, bleibt ein nächster Schritt — einer, der die Aufmerksamkeit von Festivalleitung, Politik und Kulturförderung erfordert.