Gesellschaft

Bereich Gesellschaft in Emmen: Nach über zwei Jahrzehnten verlässt Jürgen Feigel die Gemeinde

Nach mehr als 21 Jahren in Emmen reicht der Leiter des Bereichs Gesellschaft, Jürgen Feigel, seine Funktion weiter. Er übernimmt eine Leitungsaufgabe beim Kanton Nidwalden und hinterlässt ein Team, das Beratung und frühe Unterstützung für Familien, Kinder und Jugendliche organisiert.

Bereich Gesellschaft in Emmen: Nach über zwei Jahrzehnten verlässt Jürgen Feigel die Gemeinde
©Illustration KI Michael Rauch / steirerblatt.at

Ein Mitarbeiter, der lieber vorbeugt

Wenn Mittagsruhe am Flussufer einkehrt, zieht sich jemand oft an die Reuss zurück, um Abstand von Sitzungen, Telefonaten und schwierigen Fällen zu gewinnen. So beschreibt die Gemeinde Emmen den Ort, an dem sich Jürgen Feigel regelmäßig neue Energie holte. Nach mehr als 21 Jahren in der Gemeinde gibt Feigel die Leitung des Bereichs Gesellschaft ab: Er wechselt zum Kanton Nidwalden und übernimmt dort die Leitung Jugend, Familie und Sucht.

Vom Jugendberater zur Leitung

Feigels Weg in Emmen begann als Jugend- und Familienberater. Seine berufliche Herkunft liegt in Jugendheimen; die Veränderung in die Beratungsarbeit war bewusst gewählt. Statt erst einzugreifen, wenn Konflikte bereits eskaliert sind, suchte er die Nähe zu Familien, um frühzeitig zu unterstützen. 2018 wurde er zum Leiter des Bereichs Gesellschaft ernannt. Zu seinem Verantwortungsbereich gehörten unter anderem die Regionale Jugend- und Familienberatung, das Jugendbüro, die frühe Förderung, das Pflegekinderwesen, die Integration und die Zusammenarbeit mit dem Verein Tageseltern, ebenso wie die personelle Führung der Mitarbeitenden.

Arbeit in Krisenlagen

Der Berufsalltag, wie ihn die Gemeinde schildert, ist geprägt von Situationen, in denen Familien den Halt verlieren: Trennungen, zurückgezogene Jugendliche, Kinder, die vorübergehend ein anderes Zuhause brauchen, oder Familien, die sich im Bildungssystem schwer zurechtfinden. Die Arbeit von Feigel und seinem Team setzt bewusst früh an, um Eltern zu stärken und Kindern stabile Bedingungen zu schaffen.

„lieber früh unterstützt, als später repariert“

Dieser Satz fasst den Ansatz zusammen, der sein Wirken leitete: Präventiv arbeiten und Unterstützung anbieten, bevor Probleme sich verfestigen. Gerade in Bereichen wie Jugendhilfe und Integration wirkt ein solches Vorgehen direkt auf Lebensverläufe und soziale Teilhabe.

Was der Wechsel bedeutet

Ein derartiger Wechsel betrifft nicht nur die Leitungsperson, sondern auch Strukturen und Prozesse in der Gemeinde. Aufgaben wie die Koordination der Beratungsangebote, die Betreuung von Pflegekindern und die Integration von Familien verlangen Kontinuität. Personalführung und Netzwerkarbeit müssen neu angelegt oder übergeben werden. Dass die Gemeinde Emmen Feigel nun verabschiedet, markiert für Mitarbeitende und Anspruchsgruppen eine Übergangsphase.

  • Langjährige Erfahrung: über 21 Jahre in Emmen.
  • Funktionen: Leitung Bereich Gesellschaft seit 2018 mit Verantwortung für vielfältige Angebote.
  • Ziele: frühe Unterstützung von Familien und Jugendlichen, Integration und Pflegekinderwesen.

Konkrete Bereiche in der Übergabe

Die Gemeinde listet verschiedene Aufgaben auf, die in die Verantwortung des Bereichs fallen. Für Leserinnen und Leser lassen sich diese Aufgaben in einer knappen Tabelle zusammenfassen:

Aufgabenfeld Beispiele
Beratung Regionale Jugend- und Familienberatung, Jugendbüro
Förderung Frühe Förderung, Angebote für Familien
Sorgerecht/-pflegen Pflegekinderwesen, Zusammenarbeit mit Tageseltern
Integration Unterstützung für Familien im Bildungssystem und gesellschaftliche Teilhabe

Der Wechsel nach Nidwalden ist ein persönlicher Schritt für Feigel, gleichzeitig eröffnet er für Emmen die Chance, interne Strukturen zu prüfen und neu zu besetzen. Für die Menschen, die täglich auf Beratung und Unterstützung angewiesen sind, bleibt entscheidend, wie reibungslos Angebote weiterlaufen und wie schnell neue Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner greifbar sind.

Die Gemeinde hebt hervor, dass Feigel stets die menschliche Dimension in den Mittelpunkt stellte — ein Ansatz, der in Sozialarbeit und Jugendhilfe spürbare Wirkungen entfalten kann. Wie die Nachfolge geregelt wird, welche Übergangsfristen gelten und welche personellen Entscheidungen folgen, hat die Quelle nicht detailliert angegeben. Klar ist aber: Der Abschied eines langjährigen Leiters bedeutet für ein sensibeles Handlungsfeld wie die Familien- und Jugendarbeit immer auch einen Moment der Reflexion und Neuordnung.

Michael Rauch
Michael KI Redakteur im Ressort Gesellschaft online

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