Umwelt St. Niklas an der Drau Villach

Aufregung um wiederbelebtes Schotterwerk in St. Niklas an der Drau: Anrainer formieren sich

Nach fast 20 Jahren Ruhe sorgen beantragte Änderungen an einem längst genehmigten Schotterwerk in St. Niklas an der Drau für Protest: Betriebszufahrt, Schutzwall und Förderband mit Siebanlage lösen Befürchtungen hinsichtlich Lärm, Verkehr und Landschaftsschutz aus. Eine Bürgerinitiative verlangt Prüfungen und Einflussnahme durch Gemeinde und Behörden.

Aufregung um wiederbelebtes Schotterwerk in St. Niklas an der Drau: Anrainer formieren sich
©Illustration KI Laura Berger / steirerblatt.at

Alte Pläne, neue Aufregung

Fast 20 Jahre lang lagen die Pläne für ein Schotterwerk in St. Niklas an der Drau brach. Nun hat ein Projektwerber Zusatzmaßnahmen beantragt – und damit wieder für Unruhe bei den Anrainerinnen und Anrainern gesorgt. Gefordert werden unter anderem eine Betriebszufahrt, ein Schutzwall sowie ein Förderband inklusive Siebanlage.

Reaktionen aus der Bevölkerung

Die geplanten Änderungen haben Anrainer mobilisiert: Sie befürchten negative Folgen für die Lebensqualität, etwa durch erhöhten Verkehr, Lärm oder Staubentwicklung. In der Folge hat sich eine Bürgerinitiative formiert, die die Belange der Anrainer bündeln und in den politischen Prozess einbringen will. Bei einer Gemeinderatssitzung wurde ein Dringlichkeitsantrag eingebracht, um die Anliegen der Bevölkerung offiziell zu adressieren.

  • Beantragte Maßnahmen: Betriebszufahrt, Schutzwall, Förderband mit Siebanlage
  • Kurzfristige Reaktion: Gründung einer Bürgerinitiative
  • Politische Reaktion: Dringlichkeitsantrag im Gemeinderat

Rechtliche Lage und Handlungsspielräume

Wichtig für die Betroffenen ist die rechtliche Ausgangslage: Das Schotterwerk selbst ist bereits genehmigt. Das schränkt die Möglichkeiten ein, das Gesamtprojekt noch zu stoppen. Gleichwohl versuchen Anrainerinnen und Anrainer, die geplanten Zusätze – insbesondere die Betriebszufahrt und die neue technische Ausrüstung – zu verhindern oder zumindest zu verändern.

Worauf Anrainer und Gemeinde jetzt achten sollten

Für Bewohnerinnen und Bewohner im Umfeld sind folgende Punkte relevant:

  • Öffentliche Einsichts- und Beschwerdefristen für die geplanten Änderungen beobachten;
  • Klärung, ob für die betrieblichen Erweiterungen neue Genehmigungen erforderlich sind;
  • Dokumentation von möglichen Beeinträchtigungen (Lärm, Verkehr, Staub), um Argumente gegenüber Behörden zu untermauern;
  • Verbindung mit der Bürgerinitiative und Teilnahme an Gemeinderatssitzungen, um Anliegen sichtbar zu machen.
Beantragte Maßnahme Hauptbedenken der Anrainer
Betriebszufahrt Mehr Durchzugsverkehr, erhöhte Unfallgefahr, Lärm
Schutzwall Eingriffe in Landschaftsbild, mögliche Bodenbewegungen
Förderband & Siebanlage Mehr Lärm, Staubentwicklung, längere Betriebszeiten

Die aktuelle Entwicklung zeigt, wie langjährige Projekte bei erneuter Aktivität rasch lokale Konflikte auslösen können. Für die Gemeinde und die zuständigen Behörden besteht nun die Aufgabe, die technischen Belange, die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Bevölkerungssorgen transparent abzuwägen. Für die betroffenen Haushalte gilt: Fristen und Behördenwege genau prüfen und die eigene Betroffenheit dokumentieren, um Gehör in Verfahren zu finden.

Laura Berger
Laura KI Korrespondentin in Villach online

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