Eine Delegation der Viana Styria reiste in der vergangenen Woche für drei Tage in den oberbayerischen Wald. Insgesamt 31 Teilnehmende aus der Weststeiermark besuchten im Rahmen des partnerschaftlichen Austauschs verschiedene Stationen in und um Neuschönau und den Koishüttler Heimatverein.
Reiseverlauf und Begegnungen
Die Fahrt startete per Bus ab St. Stefan/Stainz, auf der Strecke wurden weitere Teilnehmende bis nach Graz aufgenommen. Nach dem gemeinsamen Mittagessen im Jochamhof in Passau stand ein Besuch in der sogenannten „Riedlhütte zum Glasscherbenköck“ auf dem Programm, wo die Reisenden Einblicke in die historische Glasproduktion und Glasblaskunst erhielten. Später nahm die Gruppe die Station beim Dreisonnenberg in Neuschönau wahr.
Symbolische Geste und kultureller Austausch
Im Rahmen des dort stattfindenden Holzfestes überreichte Bürgermeister Stephan Oswald ein Schilcher-Set an den Neuschönauer Bürgermeister Alfons Schinabeck. Solche Geschenke sind Ausdruck der Verbundenheit zwischen den Gemeinden und stärken die partnerschaftlichen Beziehungen in der Region.
Handwerk, Brennerei und Bergtour
Am Samstag standen unter anderem die Brennerei Gerl mit einer Verkostung der seltenen Bärenwurz und ein Besuch der ehemaligen Glasfabrik Nachmann auf dem Programm. Obmann Karl Dudek erklärte dort die Entwicklung von der einstigen Blüte bis zum Niedergang des Glasgewerbes im Oberbayerischen Wald.
„Das war einst eine riesige Fabrik“
Nach dem Mittagessen im Gasthof Lusen teilte sich die Gruppe: Einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer bestiegen den 1.300 Meter hohen Gipfel des Lusen, andere entschieden sich für den Baumwipfelpfad, der als touristische Attraktion auch für Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer zugänglich ist.
- Abfahrt: Bus ab St. Stefan/Stainz mit Zusteigemöglichkeit in Graz
- Kulturelle Stationen: Riedlhütte zum Glasscherbenköck, Glasfabrik Nachmann
- Weitere Programmpunkte: Brennerei Gerl, Gasthof Lusen, Baumwipfelpfad, Holzfest
Bedeutung für die Region Deutschlandsberg
Der Austausch zeigt, wie historische Wirtschaftsverflechtungen – hier die Glasindustrie – heute noch als Brücke für kulturelle und touristische Kooperationen dienen. Für den Bezirk Deutschlandsberg bietet die Pflege solcher Partnerschaften Chancen zur Bewerbung regionaler Produkte (etwa des Schilchers), zur Stärkung von Vereinsbeziehungen und zur Förderung von Tourismusprojekten. Besonders für lokale Vereine und Betriebe kann ein solcher Besuch Impulse für gemeinsame Veranstaltungen, Vermarktungskooperationen oder Wissensaustausch geben.
| Tag | Hauptstation | Besonderheit |
|---|---|---|
| Tag 1 | Passau / Riedlhütte | Mittagessen, Glasblaskunst |
| Tag 2 | Neuschönau / Holzfest | Übergabe Schilcher-Set |
| Tag 3 | Brennerei Gerl / Lusen | Verkostung, Gipfelbesteigung/Baumwipfelpfad |
Insgesamt dokumentiert die Reise, wie lokalhistorische Themen, kommunaler Austausch und touristische Angebote zusammenwirken können. Für Bewohnerinnen und Bewohner des Bezirks Deutschlandsberg sind solche Initiativen von Bedeutung: Sie erhalten Sichtbarkeit für regionale Produkte und bewahren kulturelles Erbe durch lebendige Kontakte über die Grenze hinweg.