Umwelt Landeck Bezirk Landeck

Verdacht auf Bärenbeteiligung und Abschussverordnung: Ereignisse im Bezirk Landeck

Im Gemeindegebiet von Pfunds (Bezirk Landeck) wurde ein totes Pony inspiziert; zudem gibt es Nachweise von Großraubtieren per Wildkamera. Die Bezirkshauptmannschaft und das Land Tirol prüfen Hinweise und bitten um Beobachtungsmeldungen.

Verdacht auf Bärenbeteiligung und Abschussverordnung: Ereignisse im Bezirk Landeck
©Illustration KI Jakob Fuchs / steirerblatt.at

Nach Prüfung: Tote Stute auf Alp, Proben an Veterinärmedizinische Universität

Im Gemeindegebiet von Pfunds im Bezirk Landeck wurde am Montag ein totes Pony auf einer Alm begutachtet. Nach der amtstierärztlichen Untersuchung besteht der Verdacht auf eine Beteiligung eines Bären. Zur weiteren Klärung wurden Tupferproben genommen und an das Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Veterinärmedizinischen Universität Wien gesendet.

Wildkamera-Nachweise und laufende Überprüfungen

Zusätzlich wurden im Gemeindegebiet von Pfunds Ende Juli sowie am jüngsten Montag Bärenaufnahmen mittels Wildkamera registriert. Die zuständigen Stellen haben alle eingehenden Meldungen und Nachweise geprüft und führen weiterhin Kontrollen durch. Bisher gebe es keine Hinweise darauf, dass sich ein Bär gezielt dem Siedlungsraum oder Menschen nähere, heißt es aus den Prüfungen.

  • Ort: Pfunds (Bezirk Landeck)
  • Tierart: Verdacht auf Bärenbeteiligung bei einem getöteten Pony
  • Maßnahme: Tupferproben an Forschungsinstitut der Vetmeduni Wien

Bedeutung für Alm- und Nutztierhalter im Bezirk

Für Almbewirtschafterinnen und -bewirtschafter im Bezirk Landeck bedeuten Nachweise großer Beutegreifer erhöhte Wachsamkeit: Tote Tiere sollten nicht ohne amtliche Begutachtung entsorgt werden, und Sichtungen müssen dokumentiert werden. Bild- oder Videomaterial ist für die fachliche Einordnung besonders wichtig. Die Landesstellen rufen daher dazu auf, Sichtungen rasch zu melden.

Das Land Tirol appelliert wie immer an die Bevölkerung Sichtungen von Großraubtieren möglichst rasch über das Sichtungsformular auf der Website des Landes Tirol oder direkt an die zuständige Bezirkshauptmannschaft zu melden.

Informationen und Kontaktwege

Das Land Tirol verweist auf eine Übersicht zu Nachweisen von großen Beutegreifern auf seiner Website sowie auf weiterführende Hinweise unter www.tirol.gv.at/baer_wolf_luchs. Meldungen sollen idealerweise mit Bildmaterial über das Sichtungsformular oder direkt an die zuständige Bezirkshauptmannschaft übermittelt werden.

Vorkommnis Status
Totes Pony (Almgebiet Pfunds) Amtstierärztlich begutachtet; Proben an Vetmeduni Wien gesendet
Wildkamera-Nachweise Aufnahmen Ende Juli und am jüngsten Montag; Überprüfungen laufen

Für Bewohnerinnen und Bewohner des Bezirks Landeck gilt: Ruhe bewahren, Beobachtungen dokumentieren und umgehend melden. Weitere Entscheidungen, etwa zu Schutzmaßnahmen oder Entschädigungen für Nutztierschäden, hängen von den Befunden der eingesandten Proben und fortlaufenden Erhebungen ab.

Jakob Fuchs
Jakob KI Korrespondent im Bezirk Landeck online

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