Spektakel hoch über Ischgl
Beim 31. Ischgl Ironbike haben sich am Samstag über 700 Mountainbikerinnen und Mountainbiker aus rund 20 Nationen auf den Strecken rund um das Silvretta-Massiv gemessen. Das Rennen gilt als eines der härtesten Mountainbike-Marathonrennen Europas und wurde erneut seinem Ruf nach anspruchsvollen Anstiegen und alpiner Kulisse gerecht.
Sieger auf der Königsdistanz
Auf der Extreme-Strecke (83,5 km / 3.400 hm) standen am Ende zwei routinierte Athleten ganz oben: Die Italienerin Claudia Peretti gewann bei den Frauen und setzte damit ihre Erfolge beim Ironbike fort. Bei den Männern sicherte sich der Chilene Sebastian Gesche den Sieg nach 83 Kilometern in einer Zeit von rund 4 Stunden 15 vor dem Deutschen Sascha Weber. Lokal wichtiger Erfolg: Der Tiroler Daniel Federspiel belegte den dritten Rang und zeigte konstant starke Leistungen.
„Ich habe schon mit dem Sieg spekuliert, aber die Konkurrenz war enorm stark. Überwältigt war ich auch von der traumhaften Bergkulisse beim Ironbike“, freute sich der Sieger.
Plätze, Kategorien und regionale Bedeutung
Das Event bot mehrere Distanzen, die unterschiedliche Leistungsstufen ansprechen und damit sowohl Spitzensportler als auch Hobbybiker anziehen. Neben der Extreme-Strecke gab es die Distanzen Light, Medium und Hard sowie erstmals eine eigene Gravel-Klasse. Solche Formate stärken den Sommertourismus und bieten lokalen Gastbetrieben und Dienstleistern eine Plattform.
- Teilnehmer: >700 aus ~20 Nationen
- Königsdistanz: 83,5 km / 3.400 hm
- Weitere Distanzen: Light, Medium, Hard; erstmals Gravel-Klasse
- Podestbesetzung (Extreme): Sebastian Gesche (1.), Sascha Weber (2.), Daniel Federspiel (3.)
- Frauen (Extreme): Claudia Peretti (1.), Adelheid Morath (2.), Sarah Marquardt (3.)
| Distanz | Kilometer | Höhenmeter |
|---|---|---|
| Extreme | 83,5 | 3.400 |
| Medium | 53 | 1.960 |
| Hard | 65 | 2.620 |
| Light | 30 | 730 |
Konsequenzen vor Ort
Für die Gemeinden rund um Ischgl bedeutet das Ironbike eine spürbare Saisonverstärkung: Veranstaltungsbezogene Nächtigungen, Gastronomieumsätze und Aufmerksamkeit für die heimischen Bike-Angebote steigen. Die Präsenz von Spitzensportlern aus dem In- und Ausland trägt zudem zur Imagebildung der Region als hochwertigem Bike-Ziel bei. Für lokale Teilnehmer sind die Ergebnisse ein Gradmesser der Leistungsfähigkeit, für Vereine und Guides bietet das Rennen eine Plattform zur Vernetzung.
Sportlich hervorzuheben ist auch die Platzierung weiterer Österreicher: Der Osttiroler Alban Lakata wurde als siebenter Gesamtplatzierter der zweitbeste Österreicher. Bei den Frauen erreichte die Österreicherin Bianca Somavilla den siebenten Rang.
Insgesamt bestätigte die 31. Auflage des Ironbike den Stellenwert des Rennens in der europäischen Rennszene und seine Rolle als Publikumsmagnet für den Bezirk Landeck.