Überwachung im Almgebiet ausgeweitet
Nach mehreren Meldungen über einen mutmaßlichen Bären im Gemeindegebiet von Pfunds hat das Land Tirol in Zusammenarbeit mit dem Tiroler Jägerverband die Kontrollen in dem betroffenen Abschnitt erhöht. Die jüngste Sichtung wurde am 18. Juli in der Nähe einer Alm angezeigt; bereits zuvor war das Tier am 10. Juli mit einem Spektiv in einem Almgebiet beobachtet worden.
Ergebnisse der Nachschau
Fachleute führten am Sonntag nach der Meldung eine Nachschau durch. Dabei konnten bislang keine weiteren Spuren oder Hinweise auf die Anwesenheit des Tiers festgestellt werden. Dennoch werden die Maßnahmen ausgeweitet, um mögliche Bewegungen besser dokumentieren und das Vorkommen sicher bestätigen zu können.
- Zusätzliche Wildkameras sollen Bewegungen erfassen.
- Es wird gezielt nach genetischem Probenmaterial gesucht.
- Bislang keine Hinweise auf gezielte Annäherung an Siedlungsraum.
Was die Bevölkerung jetzt tun soll
Das Land Tirol bittet Anwohnerinnen und Anwohner, Beobachtungen von Bären oder anderen Großraubtieren möglichst rasch zu melden. Als Meldewege gelten das Sichtungsformular auf der Website des Landes sowie die zuständige Bezirkshauptmannschaft. Besonders hilfreich sind Fotos oder Videos, weil sie eine fachliche Beurteilung ermöglichen und die Suche nach genetischem Material erleichtern.
| Datum | Ereignis |
|---|---|
| 10. Juli | Sichtung mit Spektiv in einem Almgebiet |
| 18. Juli | Meldung einer Sichtung in der Nähe einer Alm; Nachschau ohne weitere Funde |
| ab 20. Juli | Ausweitung der Monitoringmaßnahmen (Wildkameras, Suche nach Proben) |
Informationen zu richtigem Verhalten bei einer Begegnung mit einem Bären sowie weiterführende Hinweise sind auf der Website des Landes Tirol, in der Land Tirol App und unter www.tirol.gv.at/baer_wolf_luchs verfügbar. Für die Menschen im Bezirk Landeck bedeutet das erweiterte Monitoring vor allem eins: erhöhte Wachsamkeit, aber bislang keine akute Gefährdung des Siedlungsraums.