Unwetter zieht über Unterland: örtliche Muren und Überflutungen
Am Sonntagnachmittag und frühen Abend lösten kräftige Gewitter mit Starkregen, teils stürmischen Böen und Hagel im Tiroler Unterland mehrere lokal begrenzte Unwetterereignisse aus. Betroffen waren verschiedene Gemeinden im Bezirk Kufstein, darunter die Kundler Klamm. Die Feuerwehren wurden massiv gefordert und rückten zwischen 18.00 Uhr und 19.30 Uhr zu etwa 70 Einsätzen aus.
Evakuierung in Kundler Klamm und gesperrte Hahntennjochstraße
In der Kundler Klamm löste ein Murenabgang Schäden an einem Gasthaus aus; einige Gäste mussten aus dem Gebäude evakuiert werden. An Garage und Wohnhaus des Gasthauses entstand laut Polizei materieller Schaden, die genaue Schadenshöhe ist noch nicht bekannt. Für die Sicherheit der Bevölkerung wurde die Zufahrt in diesem Bereich gesperrt.
Weiterhin wurde auf der Hahntennjochstraße (L 246) bei Pfafflar im Bezirk Reutte ein Erdrutsch gemeldet. Die Straße bleibt bis Montagfrüh gesperrt, die Aufräum- und Sicherungsarbeiten dauern an.
Feuerwehreinsätze und Schäden – das war zu tun
- Abpumpen von Wasser aus Kellern und Unterführungen
- Aufräumarbeiten nach kleinräumigen Überflutungen
- Entfernung umgestürzter Bäume von Verkehrswegen
- Evakuierung verletzungsfrei verlaufender Gäste in der Kundler Klamm
Die Vielzahl der Einsätze konzentrierte sich laut Polizei vor allem auf die Gemeinde Kundl, betroffen waren jedoch mehrere Orte im Unterland. Aus dem Außerfern wurde zudem ein Erdrutsch auf die L27 bei Bach gemeldet; auch dort waren Feuerwehr und Straßenmeisterei mit Aufräumarbeiten beschäftigt.
| Ort/Bereich | Auswirkung |
|---|---|
| Kundler Klamm | Murenabgang, Evakuierung von Gästen, Schäden an Gasthaus; Zufahrt gesperrt |
| Hahntennjochstraße (L 246) | Erdrutsch, Straße bis Montagfrüh gesperrt |
| Gemeinde Kundl und Umgebung | Wasserschäden in Kellern, umgestürzte Bäume, zahlreiche Feuerwehreinsätze |
Für Bewohnerinnen und Bewohner im Bezirk bedeutet das: Straßenverbindungen können kurzfristig gesperrt sein, Kellerräume und tiefer gelegene Flächen sind anfällig für Überflutungen, und lokale Infrastruktur kann beschädigt werden. Einsatzkräfte empfehlen, aktuelle Sperrungen zu beachten und nur im Notfall Fahrten in betroffene Gebiete zu unternehmen.
Die rasche Reaktion der örtlichen Feuerwehren und der Straßenmeistereien hat größeren Schäden verhindert; Verletzte wurden laut Polizei bei den berichteten Unwetterereignissen nicht gemeldet. Die Aufräum- und Sicherungsarbeiten dauern an, und die Behörden werden über etwaige Straßensperren und Entwarnungen informieren.