Ausbau am Inntal: Mehr Platz und modernere Technik für Kontrollen
Die Lkw-Kontrollstelle bei Radfeld/Kundl an der Inntalautobahn wurde nach rund eineinhalbjähriger Umbauphase offiziell übergeben. Das Land Tirol hat nach Angaben der Verantwortlichen insgesamt 3,5 Millionen Euro in die Adaptierung und Erweiterung der Anlage investiert. Mit der Fertigstellung wurde das Platzangebot im Gebäude verdoppelt, bestehende Bereiche wurden modernisiert und zusätzliche technische Messinstrumente erneuert.
Hintergrund und Bedeutung für den öffentlichen Verkehr
Die Kontrollstelle ist ein zentraler Punkt für die Überwachung des Schwerverkehrs auf der Inntalautobahn. Laut Quelle führten Polizei und Personal an dieser Stelle im Jahr 2025 rund 50.000 Arbeitsstunden bei Lkw-Kontrollen durch und registrierten dabei rund 40.000 Übertretungen. Zudem werden an diesem Abschnitt jährlich etwa 1 Million Lkw ausgewiesen. Der Ausbau zielt darauf ab, die Effizienz der Kontrollen zu erhöhen und zugleich den Arbeitsalltag des eingesetzten Personals zu verbessern.
- Investition: 3,5 Millionen Euro
- Fertigstellung Neubau: Dezember 2025
- Schlüsselübergabe: 15. Juli 2026
- Kontrollaufwand 2025: ~50.000 Arbeitsstunden, ~40.000 Übertretungen
"Mit dem Um- und Ausbau investieren wir gezielt in die Verkehrssicherheit und schaffen gleichzeitig moderne Arbeitsbedingungen für jene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die tagtäglich für sichere Straßen sorgen"
Dieses Zitat stammt von LHStv. Philip Wohlgemuth, der gemeinsam mit Verkehrslandesrat René Zumtobel die symbolische Schlüsselübergabe vornahm. Landespolizeidirektor Helmut Tomac hob die Bedeutung des Kontrollnetzes hervor und betonte, dass die technisch nachgerüstete Anlage Teil eines streng überwachten Systems in Tirol sei.
Technische Neuerungen und praktischer Nutzen
Zu den genannten Modernisierungen zählen die Generalüberholung der Brückenwaage, die das Gesamtgewicht der Lkw sekundenschnell erfasst, sowie die Erneuerung der Achslastwaage. Durch diese Maßnahmen sollen Gewichtskontrollen präziser und schneller durchgeführt werden können, was sowohl die Verkehrsüberwachung als auch die Abfertigung betroffener Fahrzeuge beschleunigt.
Für Anrainer und Verkehrsteilnehmer im Bezirk Kufstein bedeutet das konkret:
- konsequenter durchgesetzte Gewichtsvorschriften, was Schäden an Straßeninfrastruktur verringern kann,
- mögliche kurzfristige Verkehrsbehinderungen durch vermehrte Kontrollen, aber langfristig eine Verringerung rechtswidriger Überladungen,
- verbesserte Arbeitsbedingungen für Polizei und Kontrollpersonal, die zu effizienteren Abläufen beitragen können.
Abschluss und Ausblick
Der formelle Abschluss der Bauarbeiten am Neubau datiert auf Dezember 2025; in den Monaten danach wurde der bestehende Gebäudeteil adaptiert, bis Mitte Juli 2026 schließlich die Erweiterung übergeben wurde. Landesregierung und Polizei sehen die Anlage nun technisch und räumlich so aufgestellt, dass sie den hohen Anforderungen an moderne Lkw-Kontrollen entspricht.
| Aspekt | Angabe |
|---|---|
| Investition | 3,5 Millionen Euro |
| Arbeitsstunden (2025) | ~50.000 |
| Festgestellte Übertretungen (2025) | ~40.000 |
| Jährlich ausgewiesene Lkw | ~1 Million |
Die erweiterte Kontrollstelle Radfeld/Kundl bleibt Teil eines landesweiten Kontrollnetzes. Für diejenigen, die regelmäßig auf der Inntalautobahn unterwegs sind — sei es als Berufskraftfahrer, Pendler oder Anrainer — sind die Auswirkungen spürbar: erhöhtes Überwachungsniveau, technische Präzision bei Gewichtsmessungen und verbesserte Abläufe bei Kontrollen.