Brand am Zahmen Kaiser rasch unter Kontrolle gebracht
Am Samstagabend ist im Bereich des Zahmen Kaisers bei Ebbs ein Brand im unteren Schichten des Waldbodens ausgebrochen. Die örtliche Feuerwehr meldete, dass die betroffene Fläche mehr als 100 Quadratmeter umfasste. Trotz der schwierigen Topographie gelang es den Einsatzkräften, den Brand bis Sonntagmittag zu löschen.
Schwieriger Kräfteaufwand in steilem, felsdurchsetztem Gelände
Das Gelände rund um die bekannte Felsformation "Teufelskanzel" ist steil und stellenweise felsig. Deshalb wurden etwa 15 Einsatzkräfte frühmorgens mit einem Hubschrauber in das abgelegene Gebiet verbracht. Insgesamt standen während der Löscharbeiten rund 70 Personen im Einsatz, darunter Feuerwehrleute und Bergretter, die die Sicherung übernahmen.
- Rundflug und Drohnen: Bereits am Samstag kamen Drohnen zum Einsatz, die sowohl sichtbare Flammen als auch starke Rauchentwicklung dokumentierten.
- Hubschrauberunterstützung: Luftfahrzeuge führten Löschflüge durch und erleichterten damit die Arbeit der Mannschaften am Boden.
- Boden- und Wärmeanalyse: Mittels Wärmebildkamera wurden weiterhin erhitzte Stellen lokalisiert, um Glutnester endgültig zu ersticken.
„Das Gelände ist steil und felsdurchsetzt, nicht ungefährlich zum Arbeiten“,
so der Feuerwehrkommandant von Ebbs, Michael Leitner, gegenüber dem ORF Tirol. Er wies außerdem darauf hin, dass der Boden zunächst aufgelockert werden musste, damit Löschwasser eindringen kann — eine anstrengende Aufgabe bei hohen Temperaturen.
Vermutete Brandursache und lokale Bedeutung
Laut Angaben von Feuerwehr und Landesfeuerwehrinspektor wurde als wahrscheinlichste Ursache ein Blitzschlag angenommen. Für Anrainer und Besucher im Bezirk Kufstein bedeutet das: Bei Gewittern kann es auch in schwer zugänglichen Waldgebieten zu Bränden kommen. Wanderinnen und Wanderer sollten Gewitterwarnungen ernst nehmen, Wege nicht verlassen und im Notfall die Einsatzkräfte nicht behindern.
| Fakt | Angabe |
|---|---|
| Brandfläche | > 100 m² |
| Eingesetzte Personen | ~70 |
| Per Hubschrauber eingebrachte Kräfte | ~15 |
| Status | Brand aus (Sonntagmittag) |
Die schnelle Zusammenarbeit von Feuerwehr, Bergrettung und Luftunterstützung hat verhindert, dass sich das Feuer weiter ausbreitete. Gleichwohl bleibt aufgeräumte Wachsamkeit wichtig: Glutnester im Unterholz können sich wieder entzünden, insbesondere bei anhaltender Hitze und Trockenheit. Bürgerinnen und Bürger werden ersucht, vorsichtig zu sein und Verdächtiges sofort zu melden.