Ein am Dienstagnachmittag, 28. Juli, im Gaisbachtal im Gemeindegebiet von Kufstein ausgebrochener Waldbrand konnte am folgenden Tag gelöscht werden. Das berichtete die Landespolizeidirektion Tirol. Die Lage zog einen groß angelegten Einsatz lokaler Feuerwehren, Bergrettung und Luftfahrzeuge nach sich.
Ausmaß und Verlauf
Die Angaben zum betroffenen Gebiet lagen in den Meldungen leicht unterschiedlich: Kurz nach dem Ausbruch war zunächst von etwa 8.000 Quadratmetern die Rede; eine spätere Lageaktualisierung nannte rund 9.000 Quadratmeter verbrannte Fläche. Bei der Brandbekämpfung lag der Schwerpunkt auf dem schwierig zugänglichen Gelände des Gaisbachtals, weshalb Teile des Einsatzes aus der Luft geführt werden mussten.
Eingesetzte Kräfte und Technik
Am Einsatz beteiligt waren zahlreiche örtliche Einheiten und Spezialkräfte. Genannt wurden namentlich die Feuerwehren sowie Bergrettungsgruppen aus der Region:
- Feuerwehren: Scheffau, Söll, Ellmau, Schaftenau, Kramsach und Kufstein
- Bezirksfeuerwehrkommando Kufstein
- Bergrettung: Scheffau, Kufstein und Schwaz
- Weitere Komponenten: eine Feuerwehr-Drohne, Rettungswagen, Polizeihubschrauber und ein weiterer Hubschrauber
Die Hubschrauber wurden unter anderem genutzt, um Einsatzkräfte mit Seil (Tau) in das Brandgebiet zu fliegen; die Bergrettung sicherte diese Maßnahmen. Nach Angaben der Landespolizeidirektion konnte gegen 13.50 Uhr am Mittwoch der Status "Brand aus" gemeldet werden.
„Aufgrund der schwierigen Geländeverhältnisse mussten die Einsatzkräfte per Hubschrauber mittels Tau in das Brandgebiet geflogen und durch die Bergrettung Scheffau, Kufstein und Schwaz abgesichert werden“
Folgen und offene Fragen
Erfreulich ist, dass nach bisherigen Meldungen kein Personenschaden zu verzeichnen ist. Die Höhe des Sachschadens und die Brandursache sind laut der Polizei noch nicht geklärt. Die Feuerwehr setzte die Nachkontrollen mit einer Drohne fort, um mögliche Glutnester auszuschließen, nachdem die Löschmaßnahmen über Nacht zunächst zurückgefahren werden mussten.
Was das für die Bevölkerung bedeutet
Für Anrainer und Erholungssuchende im Bereich des Gaisbachtals bleibt wichtig:
- Auf Hinweise der Behörden und Sperrungen reagieren und abgegrenzte Bereiche meiden.
- Rauch- oder Geruchsentwicklung sowie verdächtige Beobachtungen sofort der Polizei oder Feuerwehr melden.
- Besondere Vorsicht in der aktuellen Trockenheit walten lassen — offene Feuer und Rauchen im Wald sind weiterhin gefährlich.
| Parameter | Angabe |
|---|---|
| Betroffene Fläche | 8.000–9.000 m² (Angaben variieren) |
| Zeitpunkt | 28. Juli (Ausbruch), 29. Juli, 13:50 Uhr (Brand aus) |
| Verletzte | Keine |
| Brandursache | Noch ungeklärt |
Die Koordination mehrerer Feuerwehren, Bergrettungseinheiten und Luftfahrzeuge zeigt, wie umfangreich die Ressourcen sein müssen, um Brände in schwer zugänglichem Gelände zu bekämpfen. Für den Bezirk Kufstein bleibt die Brandursachenermittlung offen; weitere Informationen werden von der Landespolizeidirektion und den Einsatzkräften erwartet.