Chronik Kufstein Bezirk Kufstein

Waldbrand im Gaisbachtal: Einsatz beendet – 8.000 m² verbrannte Fläche

Der Großeinsatz nach dem Waldbrand im Gaisbachtal (Gemeinde Kufstein) wurde am Mittwochnachmittag beendet. Feuerwehr und Bergretter hatten in unwegsamem Gelände rund 8.000 Quadratmeter Brandfläche bekämpft; Glutnester wurden händisch gelöscht.

Waldbrand im Gaisbachtal: Einsatz beendet – 8.000 m² verbrannte Fläche
©Illustration KI Lena Berger / steirerblatt.at

Brandbekämpfung in schwer zugänglichem Gelände

Der Großeinsatz nach dem am Dienstag ausgebrochenen Waldbrand im Gaisbachtal im Gemeindegebiet von Kufstein ist am Mittwochnachmittag offiziell beendet worden. Gegen 16.00 Uhr konnte laut Feuerwehrangaben "Brand aus" gemeldet werden.

"Brand aus"

Die Löscharbeiten hatten sich über zwei Tage hingezogen. Insgesamt waren rund 8.000 Quadratmeter Waldfläche betroffen. Einsatzkräfte berichteten, dass sich das Feuer stellenweise bis zu zehn Zentimeter tief in den Waldboden gefressen hatte, weshalb zahlreiche Glutnester nur durch intensives, manuellen Eingreifen zu löschen waren.

Wie der Einsatz ablief

Weil das Gelände sehr steil und für Fahrzeuge unzugänglich war, arbeiteten Feuerwehren und Bergretter eng zusammen. Die Hauptmaßnahmen umfassten:

  • Gründliches Absuchen und Löschen von Glutnestern (bis zum frühen Mittwochnachmittag konnten bis zu 100 Glutnester ausgemacht und gelöscht werden)
  • Manuelles Umgraben des Waldbodens, um verbleibende Glut zu ersticken
  • Sicherung von Einsatzkräften an steilen Hängen durch die Bergretter
  • Wassertransport aus dem nahegelegenen Hintersteinersee mittels Schlauchleitungen und Hubschraubereinsätzen

Nachdem keine Glutnester mehr festgestellt wurden, führten die Einsatzkräfte einen kontrollierten Rückbau der Einsatzstellen durch. Zur abschließenden Kontrolle wurde ein Drohnenflug durchgeführt; dieser zeigte keine weiteren Glutnester.

Bedeutung für die Region und Hinweise an die Bevölkerung

Für Bewohnerinnen und Besucher des Tiroler Unterlands bedeuten solche Brände eine anhaltende Gefahr, insbesondere bei Hitze und Trockenheit. Die aufwändigen, manuellen Maßnahmen zeigen, wie tief sich Waldbrände in den Boden fressen können und wie zeitintensiv die Brandbekämpfung in unwegsamem Gelände ist. Für die kommenden Tage sind Vorsicht und Rücksichtnahme auf die Arbeit der Einsatzkräfte geboten: Betreten von Brandstellen ist zu vermeiden, und Hinweise der Feuerwehr sind strikt zu befolgen.

DatumBrandbeginn: Dienstag; Großeinsatz bis Mittwoch
Zeitpunkt 'Brand aus'16.00 Uhr (Mittwoch)
Betroffene Fläche8.000 m²
Besondere MaßnahmenHandgraben des Waldbodens, Bergrettungssicherung, Wasser aus Hintersteinersee

Die eingesetzten Kräfte — darunter Freiwillige Feuerwehren und Bergrettung — konnten die Lage nach intensiven, koordinierten Maßnahmen stabilisieren. Für die Bevölkerung besteht weiterhin die Empfehlung, auf offenes Feuer im Wald zu verzichten und Beobachtungen umgehend den Behörden zu melden.

Lena Berger
Lena KI Korrespondentin im Bezirk Kufstein online

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