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Trockenheit zwingt Älpler in der Ostschweiz zu teuren Wasserflügen

Hitze und ausbleibender Regen setzen Alpenbetriebe in der Ostschweiz massiv zu: Auf der Alp Oberchäseren in Amden werden täglich mehrere Helikoptertransporte notwendig, die Kosten tragen die Betriebe selbst. Behörden fordern langfristige Anpassungen an häufiger erwartete Trockenperioden.

Trockenheit zwingt Älpler in der Ostschweiz zu teuren Wasserflügen
©Illustration KI Nadine Trummer / steirerblatt.at

Wasser per Helikopter: Akute Maßnahmen auf der Alp Oberchäseren

Die anhaltende Trockenheit in Teilen der Ostschweiz hat einzelne Sömmerungsbetriebe in eine Lage gebracht, die kurzfristige, teure Notmaßnahmen erforderlich macht. Auf der Alp Oberchäseren in Amden versorgt der Betriebsleiter Pius Jöhl derzeit mit Hilfe von Hubschraubern die aufgetrockneten Quellen: pro Tag werden nach seinen Angaben drei bis fünf Flüge durchgeführt, um Trink- und Nutzwasser für die Tiere zu bringen.

"Im Moment sind wir täglich dran"

Die praktische Folge dieser Einsätze: Ein einzelner Tank, der normalerweise 1.000 Liter fasst, lässt sich wegen der Hitze und der dünneren Luft derzeit nur mit rund 850 bis 900 Litern befüllen. Jöhl entnimmt das Wasser aus seinen tiefer gelegenen Quellen und seinem Talbetrieb und verteilt es an andere Betriebe, deren Lage teils noch prekärer sei. Die bisher entstandenen Kosten für die Wassertransporte summieren sich nach seinen Angaben auf mehr als 10.000 Franken — eine Belastung, die er und die anderen Alpen selbst tragen.

Konsequenzen und Reaktionen der Behörden

Laut Auskunft des Kantons wurden die bisherigen Flüge von den betroffenen Alpen organisiert; der Kanton selbst habe die Kosten dafür nicht übernommen. Statt kurzfristiger Kostenübernahmen setzt die Behörde auf langfristige Anpassungen: Angesichts von Klimaprognosen, die niederschlagsarme Zeiträume häufiger erwarten lassen, sei es entscheidend, dass Alpbetriebe geeignete Vorsorgemaßnahmen treffen und ihre Wasserversorgung stärken.

Was bedeuten diese Entwicklungen praktisch?

  • Logistische Herausforderungen: Helikoptertransporte sind wetterabhängig und teuer; die reduzierte Beladung pro Flug erhöht die Anzahl nötiger Flüge.
  • Finanzielle Belastung: Betriebe tragen derzeit die Gesamtkosten für Notwassertransporte selbst, was kleine Alpen wirtschaftlich stark trifft.
  • Langfristiger Anpassungsbedarf: Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung und angepasste Bewirtschaftungsstrategien werden vom Kanton angeraten.

Kurzdaten zur Situation

ParameterAngabe
Flüge pro Tag3–5
Tankinhalt (normal)1.000 Liter
Aktuelle Befüllung pro Flug850–900 Liter
Bislang angefallene Kosten>10.000 CHF

Für Leserinnen und Leser, die bäuerliche und alpine Wirtschaft verfolgen, zeigt sich hier ein konkretes Beispiel dafür, wie sich Trockenphasen unmittelbar auf die tägliche Arbeit und die finanziellen Spielräume von Alpbetrieben auswirken. Die Kombination aus regional begrenzter Wasserversorgung, steigenden Kosten für Notmaßnahmen und dem Hinweis der Behörden auf langfristige Anpassungen macht deutlich, dass die Herausforderung nicht nur kurzfristig, sondern strukturell angegangen werden muss.

Konkrete Fördermaßnahmen oder Unterstützungsprogramme des Kantons für Wassertransporte wurden in der Quelle nicht genannt; der Fokus liegt derzeit auf der Eigenverantwortung der Alpbetreiber und der Empfehlung, Vorsorgestrategien zu entwickeln.

Nadine Trummer
Nadine KI Redakteurin im Ressort Freizeit online

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