Stadt will Kürzungen verhindern
Die Stadt Schwäbisch Gmünd hat auf Hinweise reagiert, wonach die Öffnungszeiten der dort im Stauferklinikum untergebrachten Bereitschaftspraxis reduziert werden könnten. Nach Angaben aus internen Unterlagen der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) steht die Überlegung im Raum, die täglich geöffnete Praxis ab September an mehreren Wochentagen zu schließen. Die Stadtverwaltung und der Bürgermeister haben daraufhin Gespräche mit der Klinikleitung und anderen Stellen aufgenommen.
Was bekannt ist
Aus der Quelle geht hervor, dass die KVBW intern die Möglichkeit prüft, die Praxis an den Tagen montags, dienstags und donnerstags zu schließen. Offiziell bestätigt die KVBW diese Pläne bisher nicht. Kliniksprecherin Manuela Giesel und Wasmut Fiedler vom Verein Ärztlicher Bereitschaftsdienst Schwäbisch Gmünd haben gegenüber der Redaktion mögliche Auswirkungen wie längere Wege und Wartezeiten für Patienten genannt. Bürgermeister Christian Baron erklärte, die Stadt werde das Thema weiterhin ansprechen und die Sache verfolgen.
Konkrete Beobachtungen vor Ort
Ein Stadtrat meldete jüngst eine Beobachtung: Am vergangenen Montagabend habe es vor der Notaufnahme des Stauferklinikums eine Warteschlange bis auf die Straße gegeben. Diese Schilderung unterstreicht laut Sitzungsteilnehmern den Bedarf an funktionierenden Bereitschaftsangeboten vor Ort.
„Wir sind nicht begeistert, im Gegenteil, das ist keine gute Entwicklung", sagte der Erste Bürgermeister.
Folgen für Patienten und Klinik
Aus der Berichterstattung lässt sich ablesen, dass eine Einschränkung der Praxiszeiten mehrere Folgen haben kann:
- Längere Wege für Patienten, die abends oder an den betroffenen Tagen ärztliche Hilfe benötigen.
- Erhöhte Belastung der Notaufnahme, wenn Patienten dort versorgt werden müssen.
- Fehlende oder unzureichende Vergütung des Mehraufwands in der Notaufnahme, wie Kliniksprecher und Bereitschaftsdienstvertreter anmerkten.
Zeitplan und Zuständigkeiten
Die Entscheidung über mögliche Änderungen liege letztlich bei der KVBW, erläuterte Bürgermeister Baron nach einem Gespräch mit der Klinikleitung am 8. Juli. Die Stadt werde jedoch weiter an den relevanten Stellen auf das Thema aufmerksam machen.
| Geplante Änderung | Angaben aus der Quelle |
|---|---|
| Startdatum | ab September (in interner E-Mail genannt) |
| Betroffene Wochentage | montags, dienstags, donnerstags |
Was das für Bewohner im Bezirk bedeutet
Für Patientinnen und Patienten im Bezirk Gmünd wäre eine Reduktion der Bereitschaftszeiten mit potenziell längeren Anfahrtswegen und Wartezeiten verbunden. Die Stadt versucht, diese Konsequenzen zu vermeiden, indem sie Gespräche führt und in Gremien, in denen Vertreter sitzen, Druck machen will. Konkrete Zusagen der KVBW liegen jedoch nicht vor.
Für Betroffene empfiehlt sich, aktuelle Informationen zur Erreichbarkeit der Bereitschaftspraxis und der Notaufnahme direkt beim Stauferklinikum oder auf den offiziellen Seiten der KVBW zu prüfen, solange die Planungen noch in der Klärung sind.