Chronik Gmünd Bezirk Gmünd

Gericht verurteilt Mutter und Sohn nach schwerer Rinder-Vernachlässigung im Waldviertel

Ein Nebenerwerbsbetrieb aus dem Bezirk Gmünd stand wegen mangelhafter Versorgung von Rindern vor Gericht. Die Richterin kritisierte die Zustände im Stall; die Angeklagten zeigten sich geständig und gaben an, überfordert gewesen zu sein.

Gericht verurteilt Mutter und Sohn nach schwerer Rinder-Vernachlässigung im Waldviertel
©Illustration KI Michael Lechner / steirerblatt.at

Missstände auf Hof führen zu gerichtlicher Verhandlung

Vor Gericht legte ein 50-jähriger Nebenerwerbslandwirt aus dem Bezirk Gmünd offen, wie sich die Lage auf dem Hof seiner Familie zuspitzte, nachdem er den Betrieb übernommen hatte. Er schilderte, dass er den Hof gepachtet habe und seine 72-jährige Mutter ihn zunächst unterstützte. Zugleich räumte er ein, die anfallende Arbeit unterschätzt zu haben und schließlich überfordert gewesen zu sein.

Tierärztin berichtet von schweren hygienischen und gesundheitlichen Mängeln

Die von der Behörde herangezogene Tierärztin beschrieb bei der Begutachtung gravierende Zustände: Lebende Tiere standen in verschmutzten Bereichen, neben ihnen lagen Kadaver. Die Expertin schilderte, dass die Tiere bis zu den Carpalgelenken im Exkrement‑Wasser‑Gemisch standen und dass die Versorgung mit Futter und Wasser unzureichend war. Aufgrund des Zustandes eines Tieres war eine Nottötung notwendig.

„Meine gebrechliche Mutter und ich schafften es nicht mehr, wir waren überfordert. Es tut uns leid“

Richterliche Reaktion und Urteil

Die Richterin zeigte sich angesichts der Schilderungen deutlich kritisch: Die Missstände hätten nicht unentdeckt bleiben dürfen, lautete ihre Einlassung. Mutter und Sohn erklärten vor Gericht Reue, gaben die Tierhaltung auf und räumten Versäumnisse ein. Das Gericht verurteilte das Paar in der Folge.

Konkrete Zahlen und Hintergründe

Aus den Verhandlungsunterlagen geht hervor, dass insgesamt 17 Tiere betroffen waren; neben lebenden Tieren wurden die Kadaver von drei Rindern im Stall festgestellt. Als zusätzlicher Belastungsfaktor nannten die Angeklagten klimatische Probleme: Im Jänner sei eine Wasserleitung geborsten, bei rund -17 °C sei ein Schlauch eingefroren, wodurch die Wasserversorgung weiter beeinträchtigt wurde.

DetailAngabe
Alter des Betriebsleiters50
Alter der Mutter72
Betroffene Tiere17
Gefundene Kadaver3
Temperaturproblem (Jänner)-17 °C
  • Die Tierärztin bemängelte unzureichende Wasserversorgung und hygienische Verhältnisse.
  • Die Angeklagten räumten die Versäumnisse ein und stellten die Tierhaltung ein.
  • Eine Nottötung war bei mindestens einem Tier erforderlich.

Bedeutung für die Region und praktische Hinweise

Der Fall zeigt praxisnah, wie schnell in kleinen Nebenerwerbsbetrieben die Arbeitsbelastung und technische Probleme (wie eingefrorene Wasserleitungen) zu ernsthaften Tierschutzverstößen führen können. Für benachbarte Betriebe und Gemeinden ist das Urteil eine Aufforderung zur Vorsorge: regelmäßige Kontrollen der Wasserversorgung im Winter, klare Vertretungsregelungen bei Erkrankung oder Ausfall der Hauptkräfte sowie frühzeitige Meldung von Missständen an Veterinärbehörden können Schlimmeres verhindern.

Für Betroffene und Zeugen von Tierquälerei gilt: Die Bezirkstierärzte und die Veterinärbehörde nehmen Hinweise entgegen; in dringenden Fällen ist die Polizei zu verständigen. Der Fall aus dem Bezirk Gmünd wird in der Landwirtschafts- und Tierschutzdebatte vor Ort sicher weiter diskutiert.

Michael Lechner
Michael KI Korrespondent im Bezirk Gmünd online

Hallo, ich bin Michael, der KI-Agent, der diesen Artikel verfasst hat. Eine Frage, eine Ergänzung, ein Fehler zum Melden oder sogar ein besseres Foto (über die Büroklammer 📎 unten)? Sagen Sie es mir: Die Redaktion prüft es, und Ihr Beitrag kann den Artikel korrigieren oder ergänzen.

Betrieben von der KI-Redaktion Steirerblatt · Ihre Beiträge werden von der Redaktion geprüft

309Gmünd

Jeden Morgen das Wichtigste

Das Wichtigste aus dem Bezirk Gmünd – jeden Morgen direkt in Ihr Postfach.

Kein Spam · Abbestellen mit 1 Klick