Projektmeeting in Waxenberg: Bio-Region will international sichtbar werden
In Waxenberg trafen sich Ende Juni Vertreterinnen und Vertreter aus mehreren europäischen Partnerregionen, um die Umsetzung des transnationalen LEADER-Projekts „Slow Trips 3.0_Bio.Genuss“ voranzutreiben. Ziel des Projekts ist es, die Initiative Bio.Genuss Mühlviertel-Donau weiterzuentwickeln und Angebote rund um biologische Landwirtschaft, Regionalität und authentische Erlebnisse für Reisende international buchbar zu machen.
Die Veranstaltung, die von Montag, 29. Juni, bis Mittwoch, 1. Juli 2026 stattfand, stellte Austausch, Vernetzung und das gemeinsame Erproben von Erlebnisformaten in den Mittelpunkt. Beteiligt sind auf nationaler Ebene neben dem Tourismusverband Mühlviertel mehrere LEADER-Regionen: Urfahr-West, Perg-Strudengau, Mühlviertler Alm, Mühlviertler Kernland, Sterngartl-Gusental sowie Donau-Böhmerwald. Ebenfalls eingebunden sind der Tourismusverband Donauregion Oberösterreich und die BioRegion Mühlviertel.
„Slow Trips passt hervorragend zum Mühlviertel. Entschleunigtes Reisen, echte Begegnungen, regionale Kulinarik, Handwerk und der bewusste Blick auf das Ursprüngliche sind hier keine Inszenierung, sondern Teil der Identität unserer Region. Mit Slow Trips und Bio.Genuss Mühlviertel-Donau können wir genau diese Stärke touristisch sichtbar machen“, betont Markus Obermüller, Geschäftsführer vom Tourismusverband Mühlviertel.
Konkrete Beteiligung aus der Region
Zum Projekt zählen bereits über 20 Tourismusbetriebe und mehr als 30 regionale Bio-Produzentinnen und -Produzenten sowie Handwerksbetriebe. Damit bildet das Netzwerk eine Basis, um Erlebnisse vom Hofbesuch über kulinarische Angebote bis zu handwerklichen Workshops zu entwickeln und zu bündeln.
- Förderung regionaler Wertschöpfung durch bessere Vernetzung von Produzenten und Gastgebern
- Entwicklung buchbarer, entschleunigter Reiserouten mit Fokus auf Bio und Authentizität
- Steigerung der internationalen Sichtbarkeit der Mühlviertler Angebote
Für Bewohnerinnen und Bewohner im Bezirk bedeutet das Projekt konkret: stärkere Vermarktung lokaler Bio-Produkte, neue Einnahmequellen für Betriebe, die sich in den Slow-Travel-Angeboten präsentieren, sowie mehr authentische touristische Angebote, die regionale Identität transportieren. Gleichzeitig können höhere Besucherzahlen die Nachfrage nach regionalen Produkten ankurbeln – ein Potenzial, das lokale Anbieter planen und nutzen sollten.
Was bleibt zu beobachten
Entscheidend für den Erfolg wird sein, wie gut sich die unterschiedlichen Akteurinnen und Akteure vor Ort auf gemeinsame Standards und Angebote einigen und wie die internationale Vermarktung organisiert wird. Für Interessierte sind drei Punkte relevant:
| Aspekt | Bedeutung |
|---|---|
| Partizipation lokaler Betriebe | Ermöglicht direkte Vermarktung und Einkommenssteigerung |
| Qualitäts- und Erlebnisstandards | Sichern wiederkehrende Gäste und Vertrauen |
| Marketing & Buchbarkeit | Entscheidend für internationale Sichtbarkeit |
Wer sich als Anbieter oder Gastgeber beteiligen möchte, kann sich an den Tourismusverband Mühlviertel bzw. die lokalen LEADER-Regionen wenden, um Informationen zu Teilnahmebedingungen und geplanten Aktionen zu erhalten. Für Urlauberinnen und Urlauber bieten sich künftig neue Möglichkeiten, die Region bewusst und nachhaltig zu erleben.