In Ottensheim tut sich in den Räumen der ehemaligen Firma Humer etwas Neues: Auf rund 450 Quadratmetern entsteht das PostLabor, eine gemeinschaftlich genutzte Werkstatt mit dem Ziel, Technik, Wissen und Räume für ein breites Publikum zur Verfügung zu stellen. Träger des Projekts ist der Verein PostLabor, dessen Obmann Torben Walter die Initiative weitergebracht hat.
Ein offener Raum für Handwerk und Kreativität
Das Konzept des PostLabor folgt dem Gedanken, dass nicht jede Person alle Geräte besitzen muss, um handwerklich tätig sein zu können. Stattdessen sollen Maschinen und Arbeitsplätze gemeinschaftlich genutzt werden. Den ersten Schritt in diese Richtung bilden bereits geöffnete Bereiche für Nähen und Holzarbeiten, weitere Werkstätten wie 3D-Druck und Laserschneiden sind in Aufbau.
Schon nutzbar sind laut Verein:
- Nähbereich mit vier Standard-Nähplätzen und einer Industrienähmaschine sowie einem provisorischen Zuschneidetisch
- Holzbereich ausgestattet für eine kleine bis mittlere Tischlerwerkstatt
- 3D-Druckbereich mit zwei Filament- und einem Harzdrucker
- Laserschneidegerät ist bereits vorhanden
Im Vorstandsteam sitzen nach Angaben des Vereins auch zwei Tischler, was die Ausstattung und Nutzung des Holzbereichs praktisch unterstützt. Insgesamt ist geplant, das Angebot schrittweise auszubauen und auf die Bedürfnisse der Nutzer:innen anzupassen.
„Ich habe meine eigene Werkstatt mit all den Geräten aufgeben müssen und da ich aber nach wie vor gerne handwerke, kam mir ein solcher Maker Space in den Sinn.“
Dieses Zitat von Torben Walter erklärt den persönlichen Antrieb hinter dem Projekt: Die Umnutzung eines Hauses in eine Gemeinschaftswerkstatt, nachdem der Initiator privat auf die eigene Werkstatt verzichten musste. Auch die Beobachtung, dass ähnliche Angebote in Linz wegfallen, spielte laut Walter eine Rolle.
Standort und weiterer Ausbau
Das PostLabor hat seinen Sitz in der Weingartenstraße in Ottensheim: Das im Frühling verfügbare Haus wurde vom Verein erworben und bietet Platz für die verschiedenen Werkstätten. Die Verantwortlichen betonen, dass nicht alles sofort komplett ausgebaut werden könne — das Projekt soll „Stück für Stück“ wachsen und sich an den Bedürfnissen der Nutzer:innen orientieren.
Für die Bevölkerung im Bezirk Urfahr-Umgebung bedeutet das konkret:
- Zugang zu spezialisierten Geräten, ohne eigene Anschaffungskosten für teure Maschinen
- Möglichkeit zum Austausch und Wissenstransfer zwischen Hobbyhandwerker:innen und Fachleuten
- Schaffung eines lokalen Treffpunkts für kreative Projekte und kleine Reparaturen
Praktische Details zu Öffnungszeiten, Mitgliedsmodellen oder Kursangeboten wurden in der vorliegenden Meldung noch nicht genannt. Interessierte aus Ottensheim und Umgebung sollten die Entwicklung verfolgen und sich bei Bedarf direkt beim Verein erkundigen, sobald konkrete Nutzungs- und Organisationsinformationen vorliegen.
| Merkmal | Stand laut Vereinsangaben |
|---|---|
| Fläche | 450 m² |
| Standorte | Weingartenstraße, ehemalige Firma Humer |
| Bereiche (erste Phase) | Nähbereich, Holzbereich, 3D-Druck, Laser |
| 3D-Drucker | zwei Filament-, ein Harzdrucker |
| Nähplätze | vier Standardplätze, eine Industrienähmaschine |
Das PostLabor ist damit ein Beispiel für gemeinwohlorientiertes Engagement im Bezirk: Es bietet technische Infrastruktur, fördert lokale Vernetzung und kann langfristig zu einer nachhaltigen Nutzung von Ressourcen beitragen, weil Geräte geteilt und Projekte gemeinsam umgesetzt werden. Für viele Handwerker:innen, Bastler:innen und Kreative im Raum Ottensheim könnte das Angebot eine praktische Lücke schließen.