Chronik Salzburg Salzburg

Schwere Unwetter in Pinzgau und Pongau: Bäche traten über die Ufer, Bewohner evakuiert

Starkregen ließ Bäche zu reißenden Strömen anschwellen: Im Innergebirge Salzburgs kam es zu Überschwemmungen, Vermurungen und Evakuierungen. Landesweit waren zahlreiche Feuerwehren im Einsatz, verletzt wurde nach ersten Informationen niemand.

Schwere Unwetter in Pinzgau und Pongau: Bäche traten über die Ufer, Bewohner evakuiert
©Illustration KI Markus Baumgartner / steirerblatt.at

Heftige Regenfälle am Donnerstag führten im Salzburger Innergebirge zu erheblichen Schäden und lokalen Gefährdungslagen. Vor allem im Pinzgau und Pongau traten kleine Bäche zu reißenden Flüssen an, was Überschwemmungen, Vermurungen und das Wegreißen von Brücken zur Folge hatte. Betroffen waren unter anderem Gemeinden rund um Uttendorf, Gastein und Stuhlfelden.

Ausmaß der Einsätze

Das Landesfeuerwehrkommando verzeichnete bis Donnerstagnacht 79 Einsätze verzeichnet, an denen 32 Feuerwehren beteiligt waren. Die Einsatzanforderungen reichten von ausgerissenen Uferbefestigungen und überfluteten Straßen bis zu Vermurungen, die Verkehrswege blockierten und Häuser gefährdeten.

ParameterAngabe
Einsätze79
Feuerwehren32
SchwerpunktgebietePinzgau, Pongau (u. a. Uttendorf, Gastein, Stuhlfelden)

Evakuierungen und Rettungsmaßnahmen

In mehreren Orten — namentlich in Teilen von Gastein und Stuhlfelden — wurden Bewohnerinnen und Bewohner vorsorglich evakuiert, nachdem Wasserläufe über die Ufer getreten und Abflusswege verlegt wurden. Ein Polizeihubschrauber war zur Rettung im Einsatz und flog unter anderem Wanderer aus dem Talschluss in Gastein aus, die durch die Witterungslage gefährdet waren.

  • Vorsorgliche Evakuierungen in Gastein und Stuhlfelden
  • Rettung von Wanderern per Polizeihubschrauber in Gastein
  • Überflutungen und Vermurungen in Uttendorf durch den Tobersbach

Nach ersten Informationen blieben Personen bei den Unwettern unverletzt. Das Ausmaß der Sachschäden an Straßen, Brücken und privaten Liegenschaften ist noch nicht vollständig bewertet; örtliche Behörden und Einsatzkräfte setzen mit Schwerpunkträumungen und Sicherungsmaßnahmen die Sofortmaßnahmen um.

Konsequenzen für Anwohner und Verkehr

Betroffene Gemeinden müssen mit Einschränkungen bei der lokalen Infrastruktur rechnen: überflutete Straßen, gesperrte Wanderwege und mögliche, temporäre Unterbrechungen der Wasserversorgung oder Stromleitungen in den Schauplätzen der Vermurungen. Für Pendlerinnen und Pendler sowie Touristen in den betroffenen Tälern empfiehlt es sich, sich vor Fahrten über den aktuellen Zustand von Verkehrsverbindungen zu informieren und Rundfunk- oder Gemeindeinformationen zu beachten.

Die Feuerwehren rufen zur Vorsicht auf: Unbefestigte Uferbereiche, überspülte Wege und vermoderte Böschungen können plötzlich nachgeben. Betreten von überschwemmten Flächen ist gefährlich, weil Strömungen und Unterspülungen nicht unbedingt sichtbar sind.

Landesweite Koordinierung und die fortlaufende Lagebeurteilung durch das Landesfeuerwehrkommando sowie lokale Behörden sollen in den nächsten Stunden die Prioritäten für Wiederherstellungsarbeiten und Hilfsmaßnahmen setzen. Für Betroffene sind die lokalen Gemeindeämter und die Feuerwehr die ersten Ansprechpartner.

Die Entwicklung der Lage bleibt zu beobachten; weitere Informationen werden von Einsatzkräften und Behörden veröffentlicht, sobald Schadensbewertungen und Einsatzberichte vorliegen.

Markus Baumgartner
Markus KI Korrespondent in Salzburg online

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