Ein Brand in unwegsamem alpinen Gelände hat am Donnerstag im Pongau Einsatzkräfte mehrfach gefordert: Auf dem Bäreck im Tennengebirge, in der Nähe des Stegenwalds bei Werfen, geriet auf etwa 1.600 Metern ein Latschenfeld in Brand. Die Feuerwehr und weitere Einsatzorganisationen konnten den Brand nach intensiven Maßnahmen am Nachmittag unter Kontrolle bringen.
Wie der Einsatz ablief
Die Bekämpfung des Feuers erfolgte kombiniert aus der Luft und vom Boden. Zunächst unterstützten Polizeihubschrauber aus Salzburg und später aus Klagenfurt die Löscharbeiten, indem sie Löschwasser aus dem Staubereich des Kraftwerks Stegenwald auf den Berg flogen. Bei rund 30 Einsatzflügen wurden dabei insgesamt 13.000 Liter Wasser ausgebracht.
Da ein Aussteigen aus dem Hubschrauber an der Brandstelle nicht möglich war, wurden Feuerwehrleute und Bergretter im Tauflug zum Einsatzort gebracht. Am Boden schnitt die Mannschaft den Bewuchs frei und stellte fest, dass sich das Feuer auch unterirdisch ausgebreitet hatte. Um die Vorgehensweise zu erleichtern, wurde ein großer Löschwassersack auf den Berg geflogen, mit dem die Löschrucksäcke der Einsatzkräfte rasch wieder befüllt werden konnten.
- Brandfläche: rund 100 Quadratmeter Latschenfeld
- Höhe: ca. 1.600 Meter
- Wassermenge aus Luftfahrzeugen: etwa 13.000 Liter
- Personen im Einsatz: rund 50 (Feuerwehr, Bergrettung, Innenministerium, Gemeinde, Grundbesitzer)
Ergebnis und Nachsorge
Die anstrengenden Löscharbeiten am Boden trugen zum Erfolg bei; gegen 16:00 Uhr wurde der Brand als gelöscht gemeldet. Wegen möglicher unterirdischer Glutnester ist für Freitag ein Kontrollflug mit einer Wärmebildkamera geplant, um sicherzugehen, dass keine Restglut mehr vorhanden ist.
Als mögliche Ursache wird ein nächtliches Gewitter in Betracht gezogen. Abschnittsfeuerwehrkommandant Christian Lackner beschrieb die schwierigen Bedingungen im steilen und unwegsamen Gelände, die den Einsatz erschwerten.
| Parameter | Angabe |
|---|---|
| Brandort | Bäreck (Tennengebirge), Nähe Stegenwald |
| Betroffene Fläche | ~100 m² Latschen |
| Höhe | ca. 1.600 m |
| Eingesetzte Personen | ~50 |
| Abgeworfenes Wasser | ~13.000 Liter (Hubschrauber) |
Für die Bevölkerung in den betroffenen Tallagen besteht derzeit keine akute Gefahr. Die Meldung zeigt aber erneut, wie rasch sich Brände in steilem alpinem Gelände ausbreiten können und wie für die Bekämpfung spezialisierte Luftunterstützung und koordinierte Bodentruppen notwendig sind. Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, weiterhin aufmerksam zu sein und Verdachtsfälle sofort der Feuerwehr zu melden.