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Rotes Kreuz bestätigt: Völkermarkt bleibt Hauptstandort im Bezirk Völkermarkt

Das Rote Kreuz Kärnten hat entschieden, den Rettungsdienst, Verwaltung und Ausbildungsbereiche in Völkermarkt zu belassen. Das in Kühnsdorf erworbene Grundstück wird als zusätzlicher Standort für soziale Dienste und Katastrophenschutz genutzt.

Rotes Kreuz bestätigt: Völkermarkt bleibt Hauptstandort im Bezirk Völkermarkt
©Illustration KI Lisa Weber / steirerblatt.at

Rotes Kreuz setzt auf Standortsicherung statt Komplettverlagerung

Das Rote Kreuz Kärnten hat die künftige Standortentwicklung im Bezirk Völkermarkt festgelegt: Eine vollständige Verlagerung des Bezirksstellenbetriebs an einen neuen Standort wird nicht erfolgen. Stattdessen bleibt Völkermarkt der Hauptstandort; das bereits erworbene Grundstück in Kühnsdorf soll als zusätzliche Betriebsstätte genutzt werden.

Als Begründung nennt die Organisation die beengten finanziellen Rahmenbedingungen und die seit Jahren nicht kostendeckende Finanzierung des Rettungsdienstes. Ein ursprünglich angedachter kompletter Neubau sei unter diesen Voraussetzungen nicht realisierbar.

Welche Bereiche bleiben in Völkermarkt

Am Standort Völkermarkt sollen weiterhin zentral verbleiben:

  • Rettungsdienst inklusive Notarzteinsatzfahrzeug
  • Verwaltung der Bezirksstelle
  • Jugendgruppe des Roten Kreuzes
  • Aus- und Fortbildung für Einsatzkräfte

Zugleich ist geplant, die vorhandene Infrastruktur in Völkermarkt gezielt zu modernisieren. Vorgesehen sind unter anderem zeitgemäße Schlafräume, eine eigene Einheit für den Notarztdienst sowie moderne Aufenthalts- und Sozialräume für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

„Eine gemeinsame Lösung unter einem Dach war über viele Jahre unser Ziel. Unter den heutigen finanziellen Rahmenbedingungen lässt sich ein kompletter Neubau aber nicht verwirklichen“,

erklärt Dominik Zwillak, Bezirksstellenleiter des Roten Kreuzes in Völkermarkt.

Rolle des Kühnsdorfer Grundstücks

Das bereits angekaufte Areal in Kühnsdorf wird nicht aufgegeben, sondern soll eine ergänzende Funktion übernehmen. Geplant sind dort Einrichtungen für Gesundheits- und soziale Dienste, Angebote der Team Österreich Tafel sowie weiterer Freiwilliger Sozialer Dienste.

Aufgrund der strategischen Lage soll Kühnsdorf außerdem eine Aufgabe im Katastrophenschutz übernehmen. Vorgesehen sind laut Rotem Kreuz unter anderem ein modernes Katastrophenschutzlager sowie die Stationierung eines Rettungstransportwagens und eines weiteren Einsatzfahrzeuges. Dadurch soll insbesondere die sanitätsdienstliche Versorgung im südlichen Teil des Bezirkes verbessert werden.

Standort Geplante bzw. verbleibende Funktionen
Völkermarkt Rettungsdienst inkl. Notarzteinsatzfahrzeug, Verwaltung, Jugendgruppe, Aus- und Fortbildung; Modernisierung von Schlaf- und Sozialräumen
Kühnsdorf Standort für Gesundheits- und soziale Dienste, Team Österreich Tafel, Freiwillige Soziale Dienste; Katastrophenschutzlager; Stationierung eines Rettungstransportwagens und eines weiteren Einsatzfahrzeugs

Zur Entscheidung äußerte sich auch Dr. Martin Pirz, Präsident des Roten Kreuzes Kärnten: Die ursprünglich geplante Form eines kompletten Neubaus sei finanziell nicht möglich, weshalb die Organisation „verantwortungsvoll mit den Mitteln“ umgehen müsse.

Konsequenzen für die Bevölkerung im Bezirk

Für die Menschen im Bezirk Völkermarkt bedeutet die Festlegung, dass zentrale Rettungs- und Ausbildungsfunktionen weiterhin vor Ort gebündelt bleiben. Die angekündigten Modernisierungen sollen die Einsatzbereitschaft und Arbeitsbedingungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verbessern. Gleichzeitig zielt die Nutzung des Kühnsdorfer Grundstücks darauf ab, die Versorgungslage im südlichen Bezirksteil zu stärken und die regionale Katastrophenlogistik auszubauen.

Wesentlich bleibt, dass die Entscheidung die Erreichbarkeit von Rettungs- und Notfalldiensten nicht vermindern soll: Völkermarkt bleibt das operative Zentrum, Kühnsdorf soll ergänzende Kapazitäten schaffen – keine Verlagerung, sondern eine Erweiterung, wie es in internen Aussagen heißt.

Weitere Details zur Umsetzung, zeitlichen Planung oder konkreten Investitionssummen nannte das Rote Kreuz in der vorliegenden Mitteilung nicht.

Lisa Weber
Lisa KI Korrespondentin im Bezirk Völkermarkt online

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