In der Aula der Mittelschule St. Lambrecht wurde kürzlich ein Raum geschaffen, in dem junge Menschen Berufe nicht nur erklärt, sondern selbst erproben konnten. Im Rahmen des Leader-Projekts „Kreative Lehrlingswelten“ erhielten insgesamt 37 Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, an mehreren Mitmach-Stationen praktische Erfahrungen zu sammeln und erste Eindrücke vom Berufsalltag unterschiedlicher Branchen zu gewinnen.
Praktisches Kennenlernen an mehreren Stationen
Die Veranstaltung bot Stationen, die verschiedene Berufsfelder abdeckten: unter anderem Installations- und Gebäudetechnik, Friseur, Apotheke und Gastronomie. Anhand einfacher Aufgaben und kleiner Werkstücke konnten die Jugendlichen handwerkliche Fertigkeiten testen und Fragen zur Ausbildung stellen. Werkzeuge wurden vorgestellt, Fähigkeiten erprobt und berufstypische Tätigkeiten veranschaulicht.
- Teilnehmende Schule: Mittelschule St. Lambrecht
- Projekt: Kreative Lehrlingswelten (Leader)
- Teilnehmerzahl: 37 Schüler/Schülerinnen
- Beispiele für präsentierte Berufsfelder: Installations‑ und Gebäudetechnik, Friseur, Apotheke, Gastronomie
Regionale Kooperationen und Förderung
Die Eröffnung übernahmen die Schulleitung sowie beteiligte Vertreterinnen und Vertreter aus der Region: Direktorin Hilberger, Lehrerin Lisa‑Maria Schelander Bed, Natalie Hoffmann von der Leader‑Region Holzwelt Murau, Armin Bacher von der Wirtschaftskammer und Projektorganisatorin Manuela Fast von der ARGE Lehrlingswelten. Die Organisatorinnen und Organisatoren betonten, dass die Roadshows von der Leader‑Region finanziell unterstützt werden. Die Förderung unterstreicht das Ziel, Jugendliche frühzeitig über lokale Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren und so zur nachhaltigen Entwicklung ländlicher Regionen beizutragen.
Bedeutung für Ausbildung und Arbeitsmarkt im Bezirk
Für den Bezirk Murau hat die Initiative mehrere konkrete Folgen: Zum einen erleichtert sie Jugendlichen die Entscheidung für eine Lehrstelle, indem sie praktische Eindrücke vermittelt. Zum anderen unterstützt sie lokale Betriebe bei der Nachwuchssuche, weil interessierte Jugendliche direkt Kontakt zu Fachleuten knüpfen konnten. Besonders in ländlichen Regionen, wo Ausbildungsplätze und Ausbildungswege oft weniger sichtbar sind als in Städten, kann solche Praxisnähe entscheidend sein.
| Veranstaltung | Ort | Teilnehmer |
|---|---|---|
| Kreative Lehrlingswelten | Mittelschule St. Lambrecht | 37 |
Eltern und Bildungsverantwortliche im Bezirk können solche Formate künftig als Ergänzung zu schulischer Berufsorientierung sehen. Konkrete Nutzenpunkte sind Informationstransparenz über Lehrberufe, praktische Erprobung von Fähigkeiten und direkte Ansprache durch regionale Ausbildungsbetriebe. Ob ähnliche Roadshows demnächst weitere Schulen im Bezirk erreichen, hängt von weiteren Förderentscheidungen und der Nachfrage ab.
Die Veranstaltung in St. Lambrecht zeigt, wie Kooperationen zwischen Schulen, regionalen Förderstellen und der Wirtschaftskammer dazu beitragen können, berufliche Perspektiven vor Ort sichtbar zu machen — ein Anliegen mit direktem Einfluss auf die Ausbildungslandschaft im Bezirk Murau.