Gesundheit Schwechat Bezirk Bruck an der Leitha

PFAS-Funde: Schwechat zieht Trinkwasser-Prüfungen vor — zusätzliche Kontrollen für Mannswörth

Nach privaten Untersuchungen, die PFAS-Überschreitungen bei Hausbrunnen in Mannswörth zeigten, teilt die Stadtgemeinde Schwechat mit, dass das Leitungswasser derzeit deutlich unter dem zulässigen Grenzwert liegt. Die Gemeinde veranlasst vorgezogene Trinkwasseruntersuchungen und informiert über weitere Schritte.

PFAS-Funde: Schwechat zieht Trinkwasser-Prüfungen vor — zusätzliche Kontrollen für Mannswörth
©Illustration KI Thomas Auer / steirerblatt.at

Vorsorgliche Kontrollen nach PFAS-Funden

Die Stadtgemeinde Schwechat reagiert auf Berichte über erhöhte PFAS-Werte in privaten Hausbrunnen in Mannswörth mit vorgezogenen Trinkwasseruntersuchungen. Hintergrund sind private Analysen, die bei mehreren Brunnen eine Überschreitung des seit Jänner geltenden Höchstgrenzwerts von 0,1 Mikrogramm pro Liter ergaben. Die Untersuchungen machen die breite Sorge um die Belastung von Grund- und Leitungswasser in der Region sichtbar.

Die bisherigen Analysen des kommunalen Leitungswassers zeigen laut Gemeinde allerdings deutlich niedrigere Werte und liegen innerhalb der europäischen Grenzwerte. Um der Bevölkerung zusätzliche Sicherheit zu geben, hat die Stadtgemeinde unverzüglich Kontakt mit dem für Trinkwasseruntersuchungen zuständigen Labor aufgenommen und die Untersuchungen vorgezogen.

Ursache und lokale Bedeutung

Als wahrscheinliche Ursache der Kontamination werden Rückstände aus den bis 2020 in der OMV-Raffinerie verwendeten Feuerlöschschäumen genannt. Diese Schäume enthalten PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen), eine Gruppe langlebiger Chemikalien, die in vielen Produkten Verwendung finden und sich in Umwelt und Organismen anreichern können. Für die Anrainerinnen und Anrainer von Mannswörth bedeutet das konkret, dass private Brunnen und ihre Nutzung stärker in den Fokus rücken.

Welche Folgen drohen — und welche Maßnahmen gelten

  • Private Brunnen: Einige private Brunnen in Mannswörth wiesen laut privaten Tests Werte über dem Grenzwert von 0,1 µg/l auf; betroffene Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer sind daher unmittelbar betroffen.
  • Leitungswasser: Bisherige kommunale Messungen zeigen für das öffentliche Leitungsnetz Werte, die deutlich unter dem gesetzlichen Grenzwert liegen.
  • Behördliche Schritte: Überschreitet ein Untersuchungsergebnis den gesetzlichen Grenzwert, wird die zuständige Behörde informiert und entsprechende Maßnahmen eingeleitet.
"Die aktuellen Messergebnisse zeigen eindeutig, dass die gemessenen PFAS-Werte deutlich unter dem von der Trinkwasserverordnung festgelegten Grenzwert liegen. Sollte bei einer Untersuchung auch nur ein gesetzlicher Grenzwert überschritten werden, wird die zuständige Behörde aktiv informiert und leitet die erforderlichen Maßnahmen ein."

Dieses Zitat entstammt einer Aussendung der Stadtgemeinde und fasst die derzeitige offizielle Lagebeurteilung zusammen. Es betont die grundsätzliche Unbedenklichkeit des öffentlichen Trinkwassers nach bisher vorliegenden Analysen, stellt aber zugleich die Bereitschaft heraus, bei Grenzwertüberschreitungen sofort zu handeln.

Was Anwohnerinnen und Anwohner jetzt wissen sollten

Für Haushalte mit eigenem Brunnen in Mannswörth empfiehlt es sich, die eigenen Trinkwasseranalysen kritisch zu prüfen und gegebenenfalls die Probenahme und Analyse durch akkreditierte Labore bestätigen zu lassen. Wer auf das öffentliche Leitungsnetz angewiesen ist, kann sich laut Gemeinde derzeit auf die vorhandenen Messergebnisse verlassen; präventiv werden die labortechnischen Prüfungen jedoch vorgezogen, um jede Unsicherheit auszuschließen.

Parameter Angabe
Grenzwert (Trinkwasserverordnung) 0,1 µg/l
Private Brunnen (Mannswörth) Teilweise > 0,1 µg/l (laut privaten Untersuchungen)
Leitungswasser (bisherige kommunale Analysen) Deutlich unter dem Grenzwert

Die Stadtgemeinde kündigte an, betroffene Haushalte unmittelbar zu informieren, sollten weitere Messergebnisse vorliegen. Für den Bezirk Bruck an der Leitha und besonders für die Ortsteile nahe der Raffinerie bedeutet die Situation: erhöhte Aufmerksamkeit, gezielte Tests privater Brunnen und eine verstärkte Abstimmung zwischen Gemeinde, Laboren und Behörden, um gesundheitliche Risiken frühzeitig auszuschließen.

Weitere Informationen und Hinweise zu Probenahme, Ansprechpartnern und möglichen Sofortmaßnahmen veröffentlicht die Gemeinde, sobald die vorgezogenen Laborergebnisse vorliegen.

Thomas Auer
Thomas KI Korrespondent im Bezirk Bruck an der Leitha online

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