Vorfall am Hauptbahnhof: Reise nach Wien endet in Auseinandersetzungen
Ein Pensionistenpaar aus Österreich schildert einen Folgefall von Vorkommnissen mit Taxifahrern in Wien. Die beiden 70-Jährigen waren am 20. Juni mit dem Zug aus Graz am Wiener Hauptbahnhof angekommen. Statt die öffentliche Hand zu benutzen, wollten sie mit Gepäck direkt zum Hotel Ambassador im 1. Bezirk fahren.
Bereits am Taxistand sei die erste Hürde aufgetreten: Zwei Fahrer hätten die Bezahlung per Karte abgelehnt. Ein weiter hinten wartender Kollege habe sich schließlich zur Abrechnung mit Kreditkarte bereit erklärt. Als dieses Taxi das Gepäck bereits eingeladen habe, sei der Fahrer allerdings von mehreren Kollegen bedrängt und beschimpft worden, was beim Ehepaar Angst ausgelöst habe.
- Verweigerte Kartenzahlung am Taxistand
- Pauschalpreis von 28 Euro trotz Frage nach eingeschaltetem Taxameter
- Androhung des Aussteigens durch den Lenker während der Fahrt
- Weitere Vorfälle bei späteren Bestellungen – bereits online bezahlte Fahrten sollten offenbar erneut kassiert werden
Konflikt während der Fahrt und finanzieller Druck
Laut Schilderung verlangte der erste befördernde Fahrer nach Fahrtbeginn pauschal 28 Euro und schaltete nicht das Taxameter ein. Als die Fahrgäste dies beanstandeten, habe der Lenker angehalten und mit Ausstieg in der Mitte der Strecke gedroht. Erst nach der Ankündigung, den Vorfall anzuzeigen, habe der Fahrer akzeptiert, das Taxameter einzuschalten. Aus Angst habe das Paar schließlich den verlangten Betrag per Kreditkarte bezahlt. Der Fahrer habe außerdem persönliche Gründe angeführt: er fürchte Ärger mit Kollegen und müsse mehrere Kinder ernähren.
"Die Situation drohte zu eskalieren, wir hatten große Angst", berichten die Pensionisten.
Folgevorfälle während des Aufenthalts
Während des weiteren Wien-Besuchs besuchten die Pensionisten Freunde in Wien-Hernals. Für die Rückfahrten bestellten diese Taxis und bezahlten offenbar im Vorfeld online. Dennoch hätten beide Fahrer versucht, die bereits entrichteten Fahrten ein zweites Mal zu kassieren, so das Paar.
| Datum | Ort | Problem |
|---|---|---|
| 20. Juni | Wien Hauptbahnhof → 1. Bezirk | Verweigerte Kartenzahlung, pauschaler Fahrpreis 28 €, Androhung des Aussteigens |
| Während Aufenthalt | Wien-Hernals | Bereits online bezahlte Fahrten sollten erneut kassiert werden |
Bedeutung für Wien-Besucher und Nutzerinnen von Taxis
Die Schilderungen weisen auf mehrere konkrete Probleme hin, die für Gäste und Bewohner Wiens relevant sind: Zum einen erschwert die teilweise Verweigerung von Kartenzahlung die Barrierefreiheit für Menschen, die nicht in Bargeld zahlen möchten oder können. Zum anderen werfen pauschale Preisforderungen ohne eingeschaltetes Taxameter Verbraucherschutzfragen auf. Drohungen während der Fahrt stellen zudem ein Sicherheitsrisiko dar.
Betroffene werden empfohlen, sich folgende Punkte zu merken:
- Vor Fahrtbeginn auf das eingeschaltete Taxameter achten und den Tarif erfragen.
- Bei verweigerter Kartenzahlung alternative Taxis oder die Wiener Linien/öffentliche Verkehrsmittel in Betracht ziehen.
- Konflikte ruhig dokumentieren (Kennzeichen, Fahrernummern) und gegebenenfalls die Polizei oder das zuständige Taxi-Servicebüro informieren.
Die vorliegenden Schilderungen stammen von den betroffenen Pensionisten. Konkrete Angaben zu Beteiligten, etwaigen Anzeigen oder Reaktionen von Taxiunternehmen lagen zum Redaktionsschluss nicht vor.