Lebensrettende Technik vor Ort: Defibrillator am Feuerwehrhaus
In Unterteufenbach steht seit 18. Juli ein öffentlich zugänglicher Defibrillator am Feuerwehrhaus der Löschgruppe Teufenbach der Freiwilligen Feuerwehr St. Florian am Inn. Das Gerät ist rund um die Uhr erreichbar, kostenfrei nutzbar und wurde vollständig aus Mitteln der Feuerwehr finanziert. Der Anschaffungspreis betrug 3.350 Euro.
Warum das Gerät wichtig ist
Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zählt jede Minute. Ein frühzeitiger Einsatz eines automatisierten externen Defibrillators (AED) kann die Überlebenschancen deutlich erhöhen. Die Feuerwehr betont, dass das Gerät die Situation selbst analysiert, mithilfe von Sprachanweisungen durch den Einsatz führt und nur dann einen Stromstoß abgibt, wenn dies medizinisch notwendig ist.
- Zugänglichkeit: Jederzeit für alle erreichbar, auch bei winterlichen Bedingungen.
- Sicherheit: Das Gerät gibt eindeutige Anweisungen und verhindert Fehlanwendung.
- Finanzierung: Vollständig aus eigenen Mitteln der Löschgruppe bezahlt.
- Schulungen: Mitglieder und interessierte Bürger sollen in den kommenden Monaten geschult werden.
„Das ist kein Projekt von Einzelnen, das ist ein Projekt von uns allen“,
so Jürgen Fischbauer, Zivilschutzbeauftragter der FF St. Florian, zur Bedeutung des gemeinsam getragenen Vorhabens. Projektleiter Dominik Ottino wies zudem darauf hin: „Das Einzige, das man im Notfall falsch machen kann, ist nichts zu tun.“
Wie die Bevölkerung mitwirken kann
Die Feuerwehr plant, nicht nur die eigenen Einsatzkräfte, sondern auch interessierte Einwohnerinnen und Einwohner in der Handhabung des Geräts zu schulen. Beim kürzlich abgehaltenen Zeughausfest der Löschgruppe wurde das Interesse an solchen Kursen abgefragt; die Resonanz fiel laut Feuerwehr positiv aus. Die gesammelten Anmeldungen werden an das Rote Kreuz Oberösterreich weitergegeben, um gemeinsame Kurstermine für die Bevölkerung zu organisieren.
Praktische Hinweise für den Notfall
Wer den Defibrillator im Notfall verwenden muss, braucht keine medizinische Vorbildung: Das Gerät führt Schritt für Schritt durch die Maßnahmen und entscheidet automatisch, ob ein Elektroschock ausgelöst wird. Dadurch ist eine Fehlanwendung nach Angaben der Feuerwehr ausgeschlossen. Dennoch erhöhen begleitende Kurse die Sicherheit und die Bereitschaft, aktiv zu werden.
| Datum der Inbetriebnahme | Ort | Anschaffungskosten | Finanzierung |
|---|---|---|---|
| 18. Juli | Feuerwehrhaus Unterteufenbach | 3.350 Euro | Eigenmittel Löschgruppe Teufenbach |
Für Bewohnerinnen und Bewohner des Gemeindebereichs bedeutet die Installation eine spürbare Erhöhung der lokalen Notfallvorsorge: In einer ländlichen Gegend verlagert sich ein Teil der lebensrettenden Erstmaßnahmen näher an die Bevölkerung. Die Kombination aus verfügbarer Technik und geplanten Schulungen soll die Akzeptanz und die Sicherheit im Umgang mit dem Gerät steigern.
Kontakt- und Anmeldeinformationen für die geplanten Schulungen werden über die Freiwillige Feuerwehr St. Florian am Inn bzw. das Rote Kreuz Oberösterreich veröffentlicht, sobald Kurstermine feststehen.