Gefahr am Stadtplatz: Sofortmaßnahmen nach Statiker-Gutachten
In der historischen Altstadt von Schärding laufen derzeit umfangreiche Sicherungsarbeiten an einem Barockgebäude, das nach Einschätzung von Statikern einsturzgefährdet ist. An Vorder- und Rückseite des Hauses wurden Kräne aufgestellt; die Stadt hat mit den aufwändigen Maßnahmen begonnen, nachdem offenbar der Eigentümer bislang nicht aktiv geworden ist.
Die Arbeiten werden nach Angaben der beteiligten Fachleute von oben nach unten ausgeführt. Damit soll vermieden werden, dass abstürzende Bauteile unkontrolliert in benachbarte Gebäude oder auf den Stadtplatz gelangen. Verantwortliche stellen die Arbeiten als hochriskant dar; gleichzeitig bezeichnen sie sie als kostenintensiv.
Vorgeschichte: Einsturz bereits im September 2024
Ein einschlägiges Ereignis in der Vergangenheit macht die Lage besonders brisant: Am 3. September 2024 kam es während Sanierungsarbeiten in einem Barockgebäude aus dem 15. Jahrhundert zu einem Teil-Einsturz. Kurz nach 9 Uhr war damals eine rund 20 Quadratmeter große Gewölbedecke eingestürzt; ein lauter Knall erschütterte den Stadtplatz. Seitdem gelten solche Objekte als besonders sensibel für die öffentliche Sicherheit.
- Ort: Barockgebäude, historische Altstadt Schärding
- Bauzeit: Gebäude stammt aus dem 15. Jahrhundert
- Letzter bekannter Vorfall: Einsturz einer Gewölbedecke am 3. September 2024 (ca. 20 m²)
- Aktuelle Maßnahme: Kranaufstellung, Absicherung von oben nach unten
Für Anrainerinnen und Anrainer sowie Geschäftsbetreibende in der unmittelbaren Umgebung bedeuten die Sicherungsarbeiten vorübergehende Einschränkungen: Arbeitsbereiche werden abgetrennt, temporäre Sperren und mögliche Änderungen bei Zufahrten sind zu erwarten. Konkrete Sperrbereiche und Zeitpläne liegen derzeit bei den zuständigen Stellen.
| Datum | Ereignis |
|---|---|
| 3. September 2024 | Einsturz einer ca. 20 m² großen Gewölbedecke während Sanierungsarbeiten |
| Juli 2026 | Beginn der von der Stadt veranlassten Absicherungsarbeiten mit Kranaufstellung |
Die Stadtverwaltung hat nach Prüfung durch Fachleute die Arbeiten initiiert, weil nach deren Befund Gefahr im Verzug bestand. Rechtliche und finanzielle Fragen zur Verantwortlichkeit – insbesondere zur Beteiligung des Eigentümers an den Kosten — bleiben bestehen; die Stadt betont jedoch, dass sie aus Gründen der Gefahrenabwehr handeln musste.
Welche konkreten Auswirkungen die Sicherungsmaßnahmen auf den laufenden Geschäftsbetrieb am Stadtplatz haben und wie lange die Arbeiten dauern, wird von den Behörden laufend überprüft. Für die Bevölkerung gilt: Bitte Absperrungen beachten und den Anweisungen der Einsatz- und Baukräfte folgen.