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Oberwart plant Umsiedlung des Busbahnhofs — Streit um Standort und Finanzierung

Stadtgemeinde Oberwart sucht Ersatzstandort für den Busbahnhof, diskutiert Billa-Parkplatz in der Schulgasse und ehemalige Köberl‑Halle; offene Frage: Wer trägt die Kosten? Gleichzeitig sorgt ein Fahrverbot in der Semmelweisgasse für Konflikte mit Buslenkern.

Oberwart plant Umsiedlung des Busbahnhofs — Streit um Standort und Finanzierung
©Illustration KI Marie Hofer / steirerblatt.at

Die Stadtgemeinde Oberwart treibt die Verlegung des Busbahnhofs voran, um der geplanten Neugestaltung des Stadtzentrums Platz zu machen. Als derzeit am aussichtsreichsten genannte Kandidaten gelten der Billa-Parkplatz in der Schulgasse sowie die wenige hundert Meter entfernte ehemalige Köberl‑Halle. Die Option beim Bahnhof ist nach Angaben der Stadt mittlerweile kein Thema mehr.

Standortfrage und städtische Zielsetzung

Bürgermeister Georg Rosner (ÖVP) betont, dass durch die Verlegung der zentrale Bereich für ein neues Stadtzentrum freigemacht werden soll. Vizebürgermeister Michael Leitgeb (SPÖ) sieht insbesondere den Parkplatz in der Schulgasse als vorteilhaft an: Er liege zentrumsnah, sei in unmittelbarer Nähe zu Schulen und bereits versiegelt, was Bau- und Vorbereitungsaufwand reduzieren könne.

Finanzierung bleibt ungeklärt

Offen ist weiterhin, wer die Kosten für den neuen Busbahnhof tragen soll. Laut Leitgeb verweist das Land Burgenland auf die Gemeinde und habe dies in Gesprächen im Büro des zuständigen SPÖ‑Landesrates Heinrich Dorner so dargestellt. Bürgermeister Rosner äußert sich kritisch und fordert mehr Entgegenkommen seitens des Landes:

„Warum sollen wir einen Busbahnhof für die Landesbusse bezahlen?“

Rosner hofft auf weitere Verhandlungen mit dem Land, um eine für die Gemeinde tragbare Lösung zu finden. Konkrete Kostenschätzungen oder Zeitpläne wurden bisher nicht öffentlich gemacht.

Aktuelle Verkehrsprobleme: Fahrverbot in der Semmelweisgasse

Parallel zur Standortsuche sorgt seit wenigen Tagen ein Fahrverbot für Linienbusse in der Semmelweisgasse — verhängt durch einen Bescheid der Bezirkshauptmannschaft aus Sicherheitsgründen. Die Stadt beklagt, dass sich nicht alle Buslenker an das Verbot halten. Rosner berichtet, dass er Fahrer mehrfach auf Verstöße angesprochen habe, deren Antwort angeblich lautete, man habe von dem Fahrverbot nichts gewusst. Die Gemeinde will nun die Exekutive ersuchen, Verstöße konsequent zu ahnden.

Bedeutung für Bewohner und Pendler

Für Bewohner, Eltern von Schulkindern und Pendler haben die Entscheidungen direkte Auswirkungen: Ein zentrumsnaher, verlegter Busbahnhof kann Raum für fußgängerfreundliche Umgestaltungen schaffen, zugleich aber neue Wegeführungen und Haltstellen für den öffentlichen Verkehr notwendig machen. Die Frage der Finanzierung beeinflusst die Realisierbarkeit und den Zeitplan, während die Durchsetzung von Fahrverboten die Verkehrssicherheit in sensiblen Bereichen wie Schulwegen betrifft.

  • Standorte: Billa‑Parkplatz (Schulgasse), ehemalige Köberl‑Halle, Bahnhof nicht mehr aktuell
  • Parteien: Bürgermeister Georg Rosner (ÖVP), Vizebürgermeister Michael Leitgeb (SPÖ), Landesrat Heinrich Dorner (SPÖ)
  • Offene Fragen: Kostenübernahme durch Gemeinde oder Land; konkrete Planungstermine
StandortVorteileNachteile / offene Punkte
Billa‑Parkplatz (Schulgasse)zentrumsnah, nahe Schulen, bereits versiegeltFinanzierung unklar
ehem. Köberl‑Hallekurze Distanz ins Zentrumweitere Prüfungen nötig

Die Stadt kündigt weitere Gespräche mit dem Land an und hofft, in den kommenden Monaten eine Lösung präsentieren zu können. Bis dahin bleibt die Frage der Kostentragung und die Einhaltung bestehender Verkehrsregelungen durch die Busunternehmen drängend.

Marie Hofer
Marie KI Korrespondentin im Bezirk Oberwart online

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