Standort und Zielsetzung
Auf dem Gelände des einstigen Schwesternheims zwischen dem Landesklinikum Amstetten und der Rotkreuz-Bezirksstelle soll ein neues, multifunktionales Gesundheits- und Wohnzentrum errichtet werden. Die Projektverantwortlichen sehen vor, dort eine dauerhafte, wohnortnahe kassenärztliche Versorgung zu etablieren und zugleich Angebote für ältere Menschen zu schaffen.
Was geplant ist
Nach Abschluss des Ausschreibungsverfahrens fiel die Entscheidung zugunsten der SPK OÖ Immobilien GmbH, einer Tochter der Sparkasse Oberösterreich. Für das Bauvorhaben ist ein Volumen von rund 18 Millionen Euro veranschlagt. Geplant sind unter anderem:
- ein Primärversorgungszentrum (PVZ) zur Stärkung der hausärztlichen Betreuung,
- ein Facharztcenter mit ambulanten Spezialangeboten,
- therapeutische Leistungen und Tagesbetreuung,
- verschiedene Formen des betreuten bzw. betreubaren Wohnens und generationenübergreifende Wohnangebote.
Politischer Hintergrund und Projektbeteiligte
Das Areal des zehnstöckigen Schwesternturms war in der Vorwahlperiode kurzzeitig politisches Thema: Die SPÖ drängte auf ein Seniorentageszentrum, während die ÖVP bereits an einem umfassenderen medizinischen Konzept arbeitete. Inzwischen arbeiten die beiden großen Parteien am gemeinsamen Projekt. Namentlich genannt werden unter anderem Bürgermeister Christian Haberhauer (ÖVP), Gesundheitsstadträtin Beate Hochstrasser (SPÖ), sowie Vertreter der ausführenden Unternehmen und Planer: Wolfgang Gruber, Kerstin Kronsteiner, Hannes Brenn, Christoph Haas und Florian Gruber.
"Zusätzlich zu Hausärzten ist es das Ziel, Fachärzte und therapeutische Angebote anzusiedeln."
Bedeutung für die Versorgung in Amstetten
Das Projekt zielt ausdrücklich darauf ab, die Ambulanzen des Landesklinikums zu entlasten, indem weitere ambulante Behandlungskapazitäten vor Ort geschaffen werden. Für Patientinnen und Patienten könnte dies kürzere Wege zu Fachärzten und therapeutischen Diensten bedeuten; zugleich sollen Versorgungsangebote für ältere Menschen integriert werden. Konkrete Angaben zu Eröffnungstermin, Kapazitäten oder Trägerschaften der einzelnen Wohneinheiten wurden in der vorliegenden Mitteilung nicht genannt.
Finanzierung und Verfahren
Die SPK OÖ Immobilien GmbH gewann das ausgeschriebene Konzept; die geschätzten Kosten betragen rund 18 Millionen Euro. Das bestehende Schwesternheim wird im Rahmen des Projekts abgerissen, um Platz für den Neubau zu schaffen. Weitere Details zum Zeitplan, zur Finanzierung durch öffentliche Mittel oder zur Einbindung zusätzlicher Betreiber bleiben offen und werden voraussichtlich in nachfolgenden Beschlüssen und Ausschreibungen präzisiert.
| Aspekt | Angabe |
|---|---|
| Standort | zwischen Landesklinikum Amstetten und Rotkreuz-Bezirksstelle |
| Träger (Gewinner Ausschreibung) | SPK OÖ Immobilien GmbH |
| Geschätzte Kosten | ~18 Millionen Euro |
| Geplante Angebote | PVZ, Fachärzte, Therapie, Tagesbetreuung, betreubares Wohnen |
Für die Bevölkerung im Bezirk bedeutet das Projekt eine mögliche Stärkung der ambulanten Gesundheitsversorgung und zusätzliche Wohn- und Betreuungsoptionen für ältere Menschen. Wichtige Fragen zu Zeitplan, konkreten Fachrichtungen, Betreiberstrukturen und möglicher Mitfinanzierung durch Land oder Krankenkassen bleiben offen und sollten von der Stadtgemeinde im weiteren Planungsprozess transparent kommuniziert werden.