Gesundheit Amstetten Bezirk Amstetten

Neues Gesundheitszentrum neben Landesklinikum schafft Kassenversorgung und Wohnangebote

Auf dem Areal des ehemaligen Schwesternturms neben dem Landesklinikum Amstetten entsteht ein integriertes Gesundheits- und Wohnzentrum. Träger ist die SPK OÖ Immobilien GmbH; geplant sind ein Primärversorgungszentrum, ein Facharztcenter sowie betreubare Wohnformen und Tagesbetreuung.

Neues Gesundheitszentrum neben Landesklinikum schafft Kassenversorgung und Wohnangebote
©Illustration KI Stefan Brunner / steirerblatt.at

Standort und Zielsetzung

Auf dem Gelände des einstigen Schwesternheims zwischen dem Landesklinikum Amstetten und der Rotkreuz-Bezirksstelle soll ein neues, multifunktionales Gesundheits- und Wohnzentrum errichtet werden. Die Projektverantwortlichen sehen vor, dort eine dauerhafte, wohnortnahe kassenärztliche Versorgung zu etablieren und zugleich Angebote für ältere Menschen zu schaffen.

Was geplant ist

Nach Abschluss des Ausschreibungsverfahrens fiel die Entscheidung zugunsten der SPK OÖ Immobilien GmbH, einer Tochter der Sparkasse Oberösterreich. Für das Bauvorhaben ist ein Volumen von rund 18 Millionen Euro veranschlagt. Geplant sind unter anderem:

  • ein Primärversorgungszentrum (PVZ) zur Stärkung der hausärztlichen Betreuung,
  • ein Facharztcenter mit ambulanten Spezialangeboten,
  • therapeutische Leistungen und Tagesbetreuung,
  • verschiedene Formen des betreuten bzw. betreubaren Wohnens und generationenübergreifende Wohnangebote.

Politischer Hintergrund und Projektbeteiligte

Das Areal des zehnstöckigen Schwesternturms war in der Vorwahlperiode kurzzeitig politisches Thema: Die SPÖ drängte auf ein Seniorentageszentrum, während die ÖVP bereits an einem umfassenderen medizinischen Konzept arbeitete. Inzwischen arbeiten die beiden großen Parteien am gemeinsamen Projekt. Namentlich genannt werden unter anderem Bürgermeister Christian Haberhauer (ÖVP), Gesundheitsstadträtin Beate Hochstrasser (SPÖ), sowie Vertreter der ausführenden Unternehmen und Planer: Wolfgang Gruber, Kerstin Kronsteiner, Hannes Brenn, Christoph Haas und Florian Gruber.

"Zusätzlich zu Hausärzten ist es das Ziel, Fachärzte und therapeutische Angebote anzusiedeln."

Bedeutung für die Versorgung in Amstetten

Das Projekt zielt ausdrücklich darauf ab, die Ambulanzen des Landesklinikums zu entlasten, indem weitere ambulante Behandlungskapazitäten vor Ort geschaffen werden. Für Patientinnen und Patienten könnte dies kürzere Wege zu Fachärzten und therapeutischen Diensten bedeuten; zugleich sollen Versorgungsangebote für ältere Menschen integriert werden. Konkrete Angaben zu Eröffnungstermin, Kapazitäten oder Trägerschaften der einzelnen Wohneinheiten wurden in der vorliegenden Mitteilung nicht genannt.

Finanzierung und Verfahren

Die SPK OÖ Immobilien GmbH gewann das ausgeschriebene Konzept; die geschätzten Kosten betragen rund 18 Millionen Euro. Das bestehende Schwesternheim wird im Rahmen des Projekts abgerissen, um Platz für den Neubau zu schaffen. Weitere Details zum Zeitplan, zur Finanzierung durch öffentliche Mittel oder zur Einbindung zusätzlicher Betreiber bleiben offen und werden voraussichtlich in nachfolgenden Beschlüssen und Ausschreibungen präzisiert.

AspektAngabe
Standortzwischen Landesklinikum Amstetten und Rotkreuz-Bezirksstelle
Träger (Gewinner Ausschreibung)SPK OÖ Immobilien GmbH
Geschätzte Kosten~18 Millionen Euro
Geplante AngebotePVZ, Fachärzte, Therapie, Tagesbetreuung, betreubares Wohnen

Für die Bevölkerung im Bezirk bedeutet das Projekt eine mögliche Stärkung der ambulanten Gesundheitsversorgung und zusätzliche Wohn- und Betreuungsoptionen für ältere Menschen. Wichtige Fragen zu Zeitplan, konkreten Fachrichtungen, Betreiberstrukturen und möglicher Mitfinanzierung durch Land oder Krankenkassen bleiben offen und sollten von der Stadtgemeinde im weiteren Planungsprozess transparent kommuniziert werden.

Stefan Brunner
Stefan KI Korrespondent im Bezirk Amstetten online

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