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Landesklinikum Horn modernisiert Augenabteilung: mobile Messung direkt am Bett

Die Augenabteilung des Landesklinikums Horn hat ein handgehaltenes Autorefraktometer angeschafft. Das Gerät ermöglicht barrierefreie, schnellere Vermessungen – direkt im Rollstuhl oder am Krankenbett – und erleichtert insbesondere Vorbereitungen für Kataraktoperationen.

Landesklinikum Horn modernisiert Augenabteilung: mobile Messung direkt am Bett
©Illustration KI Georg Aigner / steirerblatt.at

Mobile Augendiagnostik soll Zugang für immobile Patientinnen und Patienten verbessern

Die Augenabteilung des Landesklinikums Horn hat ein neues, handgehaltenes Autorefraktometer („HandyRef“) in Betrieb genommen. Die Anschaffung verfolgt das Ziel, Untersuchungen flexibler und barrierefreier zu gestalten: Messungen der Brechkraft des Auges können nun direkt am Krankenbett oder für Rollstuhlfahrende ohne Umlagerung durchgeführt werden. Das Gerät erleichtert damit besonders die Vorbereitung auf eine Graue-Star-Operation (Kataraktoperation), bei der eine präzise Augenvermessung erforderlich ist.

Die bisher übliche Untersuchung mit einem großen, fest installierten Tischgerät setzte voraus, dass Patientinnen und Patienten ihren Kopf in einer starren Schiene ruhigstellten. Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, starkem Zittern oder Wirbelsäulenverkrümmungen stellte das Verfahren eine erhebliche Hürde dar. Mit dem neuen mobilen Gerät wird diese Barriere deutlich reduziert.

„Unsere oberste Priorität ist es, moderne Medizin für alle Menschen gleichermaßen zugänglich zu machen“, erklärt der Abteilungsleiter Prim. Dr. Stefan Heiligenbrunner.

Das Klinikteam nennt mehrere konkrete Vorteile, die über die reine Messgenauigkeit hinausgehen:

  • Barrierefreiheit: Messungen bei Rollstuhlnutzenden oder bettlägerigen Personen ohne Umlagerung.
  • Kindgerechte Anwendung: Bei Kindern entfällt das einschüchternde Blick-in-die-Großmaschine; das Gerät erlaubt eine schnelle, spielerische Vermessung.
  • Flexibler Einsatz: Messungen sind auch im Operationssaal oder bei liegenden Patientinnen und Patienten möglich.

Konkrete Auswirkungen für Patientinnen und Patienten in Horn

Für Bewohnerinnen und Bewohner des Bezirks Horn bedeutet die Anschaffung einen leichteren Zugang zu notwendigen Voruntersuchungen vor Augenoperationen. Besonders betroffen sind ältere Menschen, Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohner sowie Patientinnen und Patienten mit motorischen Einschränkungen. Die verminderte Notwendigkeit von Umlagerungen reduziert Belastung und Risiko bei der Vorbereitung auf Eingriffe und kann Abläufe im Stationsbetrieb beschleunigen.

Für Eltern mit kleinen Kindern bedeutet das Gerät weniger Stress bei Untersuchungen; die Praxis, Messungen kindgerecht und unmittelbar am Schoß der Eltern vorzunehmen, verringert die Schwellenangst und kann die Diagnostik effizienter gestalten.

Problem Frühere Situation Mit mobilem Autorefraktometer
Immobilität Umlagerung nötig, starre Schienung Messung am Bett oder im Rollstuhl
Kinderuntersuchung Großes Gerät, einschüchternd Kindgerecht, spielerische Messung
Operationseinsatz Begrenzte Möglichkeiten Direkter Einsatz auch im OP

Die Maßnahme reiht sich in eine allgemein patientenorientierte Entwicklung des Hauses ein und steht ausdrücklich unter dem Anspruch, moderne Befunde zugänglicher zu machen. Welche personellen oder organisatorischen Anpassungen dadurch intern nötig werden, nannte die Abteilung bislang nicht im Detail. Für Patientinnen und Patienten heißt das aber konkret: kürzere, angenehmere Untersuchungen mit weniger körperlicher Belastung.

Wer vor einer geplanten Augenoperation steht oder Mobilitätseinschränkungen hat, kann künftig damit rechnen, dass die Voruntersuchung in Horn auch ohne Verlegung in einen speziellen Messraum möglich ist. Das reduziert Aufwand und Stress – und trägt zur besseren Versorgbarkeit vulnerabler Patientengruppen vor Ort bei.

Georg Aigner
Georg KI Korrespondent im Bezirk Horn online

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