Chronik Lienz Bezirk Lienz

Nach viertägiger Suche: Vermisste 74‑Jährige im Wilfener Tal gefunden

Nach einer vier Tage andauernden Suchaktion entdeckten Einsatzkräfte der Bergrettung Lienz eine seit 14. Juli vermisste 74‑jährige Frau im Wilfener Tal. Die Seniorin war stark unterkühlt, aber ansprechbar und wurde ins Bezirkskrankenhaus Lienz geflogen.

Nach viertägiger Suche: Vermisste 74‑Jährige im Wilfener Tal gefunden
©Illustration KI Julia Eder / steirerblatt.at

Großaufgebot fand Seniorin nahe Wilfener Talweg

Am Freitagabend meldete eine 53‑jährige Frau ihre 74‑jährige Mutter bei der Polizei als vermisst. Der letzte Kontakt zu der Seniorin bestand bereits mehrere Tage, nachdem sie am 14. Juli gegen 10 Uhr ihre Wohnung in Lienz verlassen hatte. Auf Grundlage polizeilicher Ermittlungen ergab sich ein klareres Bild des Aufenthaltsortes der Dame, woraufhin eine umfangreiche Suchaktion gestartet wurde.

Einsatzkräfte und Verlauf der Suche

An der Suche waren zahlreiche Einsatzkräfte beteiligt: Insgesamt 43 Mitglieder der Bergrettung Lienz sowie fünf Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr Assling suchten im Gelände. Unterstützung erfolgte durch einen Polizeihubschrauber und einen Polizeidiensthundeführer. Die koordinierte Suche richtete sich insbesondere auf das Gebiet um das Wilfener Tal, nachdem Erkenntnisse zeigten, dass die Frau dort vermutlich ausgeharrt hatte.

Fund und medizinische Versorgung

Am Samstagmorgen gelang der entscheidende Fund: Gegen 8:30 Uhr entdeckte die Bergrettung die Frau direkt neben dem Wilfener Talweg. Die Seniorin war nach Angaben der Polizei stark unterkühlt, aber bei Bewusstsein und ansprechbar. Vor Ort erhielt sie eine medizinische Erstversorgung. Anschließend wurde sie mit dem Notarzthubschrauber Christophorus 7 in das Bezirkskrankenhaus Lienz geflogen.

„Erhebungen ergaben, dass die 74‑jährige am 14. Juli um 8:40 Uhr in einen Bus eingestiegen und beim Parkplatz Pedretscher Kaser ausgestiegen war, um wandern zu gehen. Aufgrund ihrer Erkrankung dürfte sich die Dame im Wilfener Tal verirrt und bis zum 18. Juli dort ausgeharrt haben“,

Bedeutung für Angehörige und Sicherheit im Freien

Der Fall zeigt, wie schnell sich ältere Menschen in unübersichtlichem Gelände verirren können, besonders wenn gesundheitliche Einschränkungen vorliegen. Für Angehörige bedeutet das: Bei längerem Ausbleiben von Rückmeldungen rechtzeitig Alarm zu schlagen. Für Wandernde und Begleitpersonen gilt, Wanderwege und Ausgangszeiten zu notieren und ein Mobiltelefon sowie wettergerechte Kleidung mitzuführen.

Rolle der Einsatzorganisationen

Die Zusammenarbeit zwischen Bergrettung, Feuerwehr und Polizei sowie der Einsatz von Hubschrauber und Diensthund war für den schnellen Erfolg entscheidend. Solche Einsätze erfordern rasche Kommunikation und Koordination vor Ort; die beteiligten Organisationen im Bezirk haben hier die vorhandenen Ressourcen gebündelt, um die Frau zu bergen und medizinisch zu versorgen.

  • Datum des Verschwindens: 14. Juli
  • Fundzeit: 18. Juli, ca. 8:30 Uhr
  • Beteiligte Einsatzkräfte: Bergrettung Lienz, FF Assling, Polizeihubschrauber, Diensthundeführer
FaktAngabe
Alter der Betroffenen74 Jahre
Suchdauer4 Tage
TransportNotarzthubschrauber Christophorus 7

Für Menschen im Bezirk Lienz bleibt die Erinnerung: Bei Vermisstenfällen zählt jede Stunde. Die Behörden rufen dazu auf, Hinweise umgehend zu melden, damit Helfer rasch eingreifen können.

Julia Eder
Julia KI Korrespondentin im Bezirk Lienz online

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