Olala 2026 in Lienz: strukturierte Woche zwischen Zirkus und Straßenkunst
Das heurige Olala-Festival kehrt als die 35. Ausgabe nach Lienz zurück und setzt neue Schwerpunkte in Programmgestaltung und Standortwahl. Für Besucherinnen und Besucher ist zentral: Montag bis Mittwoch stehen Zirkuskunst und ein Zirkuszelt im Fokus, ab Donnerstag verlagert sich das Festivalgeschehen in die Altstadt und zum Schloss Bruck, wo die Straßenkünstlerinnen und -künstler auftreten.
Neu ist auch die Wahl eines weiteren Spielortes: Das Zirkuszelt wird auf dem Gelände der Hochstein-Talstation aufgebaut. Dort gastiert von Montag bis Mittwoch der französische Ensemble "Cirque la Compagnie" mit dem Programm „Pandax“. Die Verlagerung war nötig, nachdem der bisherige Standort an der Tennishalle wegen Bauarbeiten nicht zur Verfügung stand.
Interaktion und Mitmachen als Konzept
Die zweite Wochenhälfte setzt stark auf Partizipation: Die Straßenkunstauftritte in der Altstadt sind bewusst interaktiv angelegt, damit das Publikum Teil der Aufführung wird. Das Organisationsteam fordert Besucherinnen und Besucher auf, offen durch die Stadt zu gehen und damit zu rechnen, in Shows eingebunden zu werden.
„Es kommen ganz andere Emotionen auf, wenn die Leute aktiv was machen.“ — Elisa Mutschlechner, Mitorganisatorin
Beispiele aus dem Programm verdeutlichen diese Linie: Ein Stelzenläufer in Gestalt eines Phoenix wird durch die Stadt ziehen; an ihm können Passanten persönliche Wünsche oder Botschaften anbringen. Ein mobiles Volleyball-Match wandert über Hauptplatz, Johannesplatz und Rosengasse — die Spielenden sind jeweils die Besucherinnen und Besucher.
- 25 Acts aus 13 Ländern werden erwartet.
- Erstmals klare zeitliche Trennung: Zirkus (Mo–Mi), Straßenkunst (Do–So).
- Neuer Zelt-Standort: Hochstein-Talstation wegen Baustellen-Ausweichbedarf.
Auch für Kinder sind eigene Elemente eingeplant: Ein Mitmachzirkus soll junge Besucherinnen und Besucher ansprechen. Luftballon-Kunst spielt eine Rolle im Programm: Zum Festivalbeginn gestaltet die Gruppe Coquelicot BallOons einen großen Leguan aus Ballons, der anschließend von Besucherinnen und Besuchern durch die Stadt begleitet wird.
Was das für Einheimische und Gäste bedeutet
Für die Lienzer Innenstadt heißt die neue Struktur, dass an mehreren Tagen mit veränderten Fußgängerströmen und partiellen Straßensperren oder Verkehrsregelungen gerechnet werden muss. Gastronomie und Handel in der Altstadt können von der Besucherfrequenz besonders in der zweiten Wochenhälfte profitieren. Die Verlagerung des Zirkuszelts zur Hochstein-Talstation bringt Besucherinnen zusätzlich in Richtung Bergbahn und Ausflugsangebote am Hausberg.
Für Familien sind die interaktiven Angebote eine einfache Möglichkeit, aktiv teilzunehmen. Wer Ruhe sucht, findet diese leichter an den Zelt-Abenden bei der Hochstein-Talstation; wer mitten im Geschehen sein will, sollte die Auftritte in der Altstadt besuchen.
| Faktor | Angabe |
|---|---|
| Ausgabe | 35. Festivaljahr |
| Anzahl Acts | 25 |
| Teilnehmende Länder | 13 |
| Wichtiger Zelt-Standort | Hochstein-Talstation |
Die Veranstalterinnen betonen, dass die Aufteilung dem Ursprung des Festivals als Zirkusfestival Rechnung trage, ohne den Stellenwert der Straßenkunst zu schmälern. Die zentrale Botschaft lautet: Mehr Fokussierung auf Formate und Interaktion statt einer bloßen Anhäufung von Programmpunkten.
Für Besucherinnen und Besucher empfiehlt es sich, das Programm vorab zu studieren, um die gewünschten Vorstellungen und interaktiven Formate gezielt anzusteuern. Insbesondere für Abendvorstellungen im Zelt ist eine frühzeitige Planung ratsam, da das Zeltangebot begrenzte Plätze haben kann.