Schulprojekt bringt finanzielle Hilfe und Aufmerksamkeit für lokale Tierschutzarbeit
Unter der Leitung von Romana Haberfellner engagierten sich 45 Schülerinnen und Schüler der Klassen 2a und 2d des Privatgymnasiums Marianum Freistadt ein ganzes Schuljahr lang für die Tierschutzstelle Freistadt. Das Ergebnis ihres Engagements: 2.500 Euro an Spendengeldern, gesammelt durch den Verkauf selbst gefertigter Produkte und begleitende Informationsarbeit zum Thema artgerechte Tierhaltung.
Im Rahmen des Unterrichts wurden im Werkunterricht kleine Geschenke gebastelt und im Kochunterricht Gebäck hergestellt. Diese Produkte verkauften die Schülerinnen und Schüler beispielsweise bei Elternabenden und Adventmärkten — verbunden mit Aufklärung zur Pflege und Haltung von Haustieren. Solche praktischen Lernformen verbinden handwerkliches Können mit sozialem Einsatz und schaffen zugleich eine direkte Unterstützung für eine lokale Organisation.
Auszeichnung beim Landeswettbewerb
Das Projekt wurde beim oberösterreichweiten Schulwettbewerb Mission Humanity des Jugendrotkreuzes eingereicht. Beim Live-Event in Linz präsentierten die Jugendlichen ihr Projekt und erreichten dabei einen bemerkenswerten 6. Platz, bewertet von einer unabhängigen Fachjury. Mit der Platzierung ist eine weitere Unterstützung in Höhe von 500 Euro verbunden, die für den Ankauf von Materialien vorgesehen ist.
Die Kombination aus lokalem Fundraising und dem Wettbewerbserfolg zeigt, dass schulische Projekte über die unmittelbare Schulgemeinschaft hinaus Wirkung entfalten können: Sie bringen finanzielle Mittel, Aufmerksamkeit und Anerkennung für ehrenamtliche Strukturen vor Ort.
- Teilnehmende Klassen: 2a und 2d
- Anzahl Schüler: 45
- Spendenbetrag: 2.500 Euro
- Preisgeld Mission Humanity: 500 Euro
Zur offiziellen Übergabe des Geldbetrags kam es pünktlich vor Schulschluss in den Räumen der Tierschutzstelle Freistadt. Die Übergabe wurde von den tierischen Bewohnern mit lautem Gewieher und Gebell begleitet — ein sichtbares Zeichen der unmittelbaren Verbindung zwischen Schülerprojekt und Begünstigten. Als kleines Dankeschön verteilte das Rote Kreuz an die Beteiligten ein Eis.
Was bedeutet das für den Bezirk?
Die Aktion hat mehrere konkrete Effekte für die Menschen im Bezirk Freistadt: Erstens erhält die lokale Tierschutzstelle zusätzliche finanzielle Mittel, die unmittelbar in Materialien und Betreuung fließen können. Zweitens stärkt das Projekt die Sensibilität von Jugendlichen für Fragen der Tierhaltung und des Tierschutzes — ein Bildungsgewinn, der langfristig zu verantwortungsbewussterem Umgang mit Tieren beitragen kann. Drittens zeigt der Erfolg beim Landeswettbewerb, dass auch kleinere Schulen mit engagierten Projekten landesweit sichtbar werden und Fördermittel erschließen können.
Für Eltern und Interessierte bietet sich die Möglichkeit, ähnliche Initiativen an anderen Schulen oder Vereinen zu unterstützen — sei es durch Teilnahme an Verkaufsständen, Sachspenden oder ehrenamtliche Mitarbeit in lokalen Tierschutzorganisationen. Die Kombination aus praktischer Arbeit im Unterricht, Öffentlichkeitsarbeit und Wettbewerbsteilnahme kann als Modell dienen, um schulisches Engagement systematisch zu fördern.
| Position | Betrag |
|---|---|
| Schulspenden (verkaufte Produkte) | 2.500 € |
| Prämie Jugendrotkreuz (Mission Humanity) | 500 € |
Der Fall Marianum zeigt: Mit überschaubarem organisatorischem Aufwand lassen sich für lokale Hilfsorganisationen spürbare Ergebnisse erzielen. Die Zusammenarbeit zwischen Schule, Jugendrotkreuz und Tierschutzstelle ist ein praktisches Beispiel dafür, wie Bildungsarbeit und bürgerschaftliches Engagement im Bezirk Freistadt zusammengeführt werden können.