Am vergangenen Freitag, dem 31. Juli, wurde in Linz an mehreren Punkten des städtischen Messnetzes erneut extreme Hitze gemessen. An insgesamt neun von 56 Messstellen überschritt das Thermometer die Marke von 39 °C, an fünf Standorten lagen die Werte sogar über dem bisherigen Höchstwert von 39,3 °C aus dem Juni.
Wo die höchsten Temperaturen gemessen wurden
- Domplatz: 39,7 °C
- Dimmelstraße (Froschberg): 39,7 °C
- Südbahnhofmarkt: 39,6 °C
- Schachermayrstraße: 39,6 °C
- Promenade (Innenstadt): über 39 °C
Zum Vergleich: Der langjährige Hitze-Rekord in Linz lag bei 37,6 °C aus dem Jahr 1957. Bereits im Juni war an der Messstelle beim Linzer Hauptbahnhof mit 39,3 °C ein deutlich höherer Wert gemessen worden.
Politische Reaktionen und Konsequenzen
Die erneuten Messwerte führen in der Stadtpolitik zu Forderungen nach schnelleren Maßnahmen gegen die Aufheizung urbaner Räume. Stadträtin Eva Schobesberger (Grüne) betont die Notwendigkeit von mehr Grün in der Stadt und dem Schutz bestehender Grünräume, um die Lebensqualität in dicht bebauten Vierteln zu erhöhen.
„Die aktuelle Hitzewelle macht einmal mehr spürbar, dass nur eine klimagerecht umgebaute Stadt in Zukunft noch lebens- und liebenswert sein wird. Deshalb müssen wir jetzt entschlossen handeln! Das heißt, unsere bestehenden Grünräume konsequent schützen und mehr Grün schaffen“,
Als konkrete Maßnahmen nennt die Stadt bereits laufende und geplante Aktionen wie Baumoffensiven; ausdrücklich erwähnt wird die Fortsetzung von Pflanzaktionen im Andreas-Hofer-Viertel. Schobesberger hebt zudem Gebiete mit dichter Bebauung, etwa das Bulgariplatzviertel, als Prioritäten hervor: Asphaltflächen aufbrechen und neue Bäume pflanzen, heißt die Devise, um die Hitzeentwicklung lokal zu dämpfen.
Was das für Linzerinnen und Linzer bedeutet
Die wiederholt gemessenen hohen Werte wirken sich unmittelbar auf Gesundheit, Mobilität und städtische Infrastruktur aus: Hitzebelastung erhöht das Risiko für sensible Gruppen (Ältere, Kinder, chronisch Kranke), steigert den Bedarf an Schattenplätzen und kühlen Aufenthaltsorten und erhöht den Druck auf Grünraum- und Stadtplanungsmaßnahmen. Die Stadt weist darauf hin, dass in den kommenden Tagen weiterhin eine hohe Hitzebelastung erwartet wird.
| Messstelle | Gemessene Temperatur |
|---|---|
| Domplatz | 39,7 °C |
| Dimmelstraße (Froschberg) | 39,7 °C |
| Südbahnhofmarkt | 39,6 °C |
| Schachermayrstraße | 39,6 °C |
| Promenade (Innenstadt) | über 39 °C |
Für die Bevölkerung relevant sind vor allem praktische Schritte: Aufenthalte in kühlen Räumen suchen, ausreichend trinken und direkte Sonneneinstrahlung in den heißesten Stunden meiden. Langfristig erfordert die Entwicklung, dass städtische Planung, Grünraum-Pflege und Baupolitik stärker auf Klimaanpassung ausgerichtet werden.