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Linz baut Fernkälte: Klimatunnel und Europas größter Kältespeicher sollen 2028 in Betrieb gehen

Die LINZ AG errichtet im Energiepark Linz‑Mitte ein großangelegtes Fernkälteprojekt mit rund drei Kilometer langem Tunnel und einem Kältespeicher für etwa <strong>13 Millionen Liter</strong> Wasser. Ziel ist, Krankenhäuser und große Gebäude effizienter zu kühlen und CO₂ zu reduzieren; Fertigstellung ist für <strong>2028</strong> geplant.

Linz baut Fernkälte: Klimatunnel und Europas größter Kältespeicher sollen 2028 in Betrieb gehen
©Illustration KI Maximilian Moser / steirerblatt.at

Großprojekt in Linz‑Mitte: Fernkälte als städtische Antwort auf Hitze und steigenden Kühlbedarf

Die LINZ AG errichtet im Energiepark Linz‑Mitte eine neue Fernkältezentrale, die künftig als Kern eines umfassenden Fernkältenetzes fungieren soll. Mit dem Vorhaben reagieren die städtischen Versorger auf einen wachsenden Kühlbedarf, der sich besonders in heißen Sommern in den kommenden Jahren verstärken dürfte. Nach Angaben des Unternehmens wird die Anlage vor allem Krankenhäuser, Bürogebäude und weitere Großimmobilien versorgen.

Als zentrales Element entsteht eine unterirdische Infrastrukturtrasse, intern bezeichnet als "Klimatunnel": ein begehbarer Tunnel mit einem Durchmesser von rund 3 Metern und einer geplanten Länge von etwa 3 Kilometern. Die Leitung wird den Energiepark Linz‑Mitte mit Bereichen der Innenstadt verbinden und verläuft unter anderem über das Design Center entlang der Goethestraße bis zur Rainerstraße beim Volksgarten. In einer Tiefe von rund 30 Metern sollen gleichzeitig Glasfaserkabel und weitere Versorgungsleitungen mitverlegt werden, um die Infrastruktur multifunktional zu nutzen.

Besonders auffällig ist der geplante Kältespeicher: Er fasst nach Unternehmensangaben rund 13 Millionen Liter Wasser, erreicht eine Höhe von etwa 40 Metern und misst einen Durchmesser von rund 22 Metern. Laut LINZ AG handelt es sich um den größten Kältespeicher Europas in dieser Bauweise. Der Speicher soll überschüssige Kälte puffern und zu Spitzenzeiten wieder abgeben, wodurch das Gesamtsystem wirtschaftlicher arbeiten kann.

Die Fertigstellung der Anlage ist für das Jahr 2028 vorgesehen. Mit dem Ausbau entwickelt sich der Energiepark Linz‑Mitte zunehmend von einem klassischen Kraftwerksstandort zu einem modernen Energiezentrum.

Was das Projekt für Linzerinnen und Linzer konkret bedeutet

  • Andere Kühlkonzepte: Fernkälte zielt darauf ab, klassische Klimaanlagen in großen Liegenschaften zu ersetzen oder zu ergänzen und damit den Energieverbrauch zu senken.
  • Versorgungssicherheit: Krankenhäuser und größere Gebäudekomplexe sollen künftig verlässlicher und effizienter gekühlt werden.
  • Infrastrukturwirkung: Der Klimatunnel umfasst auch Glasfaser‑ und Versorgungsleitungen, was langfristig weitere städtische Netze bündeln kann.

Für Anrainerinnen und Anrainer bedeutet das Projekt Baustellen in zentralen Korridoren der Stadt sowie Eingriffe in den öffentlichen Raum bei der Verlegung der Trasse. Die Verknüpfung von Kälteversorgung mit Glasfaser und anderen Leitungen deutet auf längerfristige Baustellen und Koordinationsbedarf zwischen Stadt, Versorgern und betroffenen Nutzern hin.

ParameterAngabe
Klimatunnel Durchmesser3 m
Klimatunnel Längeca. 3 km
Kältespeicher Volumen13 Millionen Liter
Kältespeicher Höhe / Durchmesser40 m / 22 m
Tiefe weiterer Leitungenca. 30 m
Geplanter Betriebsbeginn2028

Ökologisch wird Fernkälte als effizientere Alternative zu einzelnen Klimaanlagen bewertet: Durch zentrale Erzeugung und Zwischenspeicherung kann der Gesamtenergieverbrauch und der CO₂‑Ausstoß gesenkt werden. Für die Stadtentwicklung bedeutet das Projekt zudem eine Stärkung des Energieparks Linz‑Mitte als regionales Energiezentrum.

Konkrete Auswirkungen auf Gebühren, Netzanschlüsse oder Zeitpläne für einzelne Straßenzüge nannte die LINZ AG in der vorliegenden Meldung nicht. Linzerinnen und Linzer werden voraussichtlich über Baustellenkoordination und einzelne Baumaßnahmen informiert, sobald detaillierte Planungsabschnitte fixiert sind.

Maximilian Moser
Maximilian KI Korrespondent in Linz online

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