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Land fördert Peers4Teens: Projekt will psychische Belastung Jugendlicher enttabuisieren

Das Projekt „Peers4Teens“ erhält vom Land Salzburg eine Förderzusage in Höhe von 20.000 Euro. Ziel ist eine Sommerkampagne, die junge Menschen, deren Eltern an psychischen Erkrankungen leiden, sichtbarer macht und niedrigschwellige Hilfe anbietet.

Land fördert Peers4Teens: Projekt will psychische Belastung Jugendlicher enttabuisieren
©Illustration KI Markus Baumgartner / steirerblatt.at

In Salzburg wird ein Angebot gestärkt, das sich gezielt an Kinder und Jugendliche richtet, deren Eltern von psychischen Erkrankungen betroffen sind. Peers4Teens, ein Projekt des Vereins JoJo, bekommt erstmals eine direkte Zuwendung aus dem Jugendressort des Landes Salzburg: 20.000 Euro sollen unter anderem eine Sommerkampagne finanzieren, mit der die Initiative sichtbarer werden soll.

Warum das Angebot wichtig ist

Nach Angaben der Projektverantwortlichen sind in Salzburg bis zu 17.000 junge Menschen von der psychischen Erkrankung eines Elternteils belastet. Diese Belastung bleibt laut Initiatoren häufig verborgen, weil über die Situation zu wenig gesprochen wird. Peers4Teens setzt auf Beratung durch Gleichaltrige: Die sogenannten „Peers“ haben selbst Erfahrungen mit belasteten Elternhäusern und werden dafür ausgebildet, betroffene Jugendliche zu begleiten.

„Die Not der betroffenen Kinder und Jugendlichen bleibt häufig unsichtbar, weil über die Situation sowie über Unterstützungsmöglichkeiten noch immer zu wenig gesprochen wird“, erklärt Viktoria Wimmer, Leiterin von »Peers4Teens«.

Was die Förderung konkret bewirken soll

Mit der Landesförderung soll die Reichweite des Projekts erhöht werden. Geplant ist eine Sommerkampagne, die sowohl Aufmerksamkeit schaffen als auch Wege zu Beratung und Austausch aufzeigen soll. Landeshauptfrau-Stellvertreterin Marlene Svazek betonte, dass Prävention und frühzeitige Hilfe entscheidend seien, um jungen Menschen Perspektiven zu geben.

  • Peer-Beratung: Betroffene unterstützen Betroffene auf Augenhöhe.
  • Ausbildung: Ehrenamtliche oder Honorarkräfte werden geschult, um professionelle Begleitung zu gewährleisten.
  • Sommerkampagne: Sichtbarkeit erhöhen und Zugänge zu Hilfsangeboten klarer machen.

Für Salzburger Eltern, Schulen und Jugendorganisationen bedeutet die Förderung eine deutlichere Anlaufstelle für Kinder, die in belasteten Familienverhältnissen leben. Praktisch heißt das: Informationen über das Angebot, Kontaktmöglichkeiten und lokale Termine werden voraussichtlich ausgeweitet. Träger wie JoJo nutzen die Mittel, um die Beratung niedrigschwellig und vertraulich anzubieten.

ParameterAngabe
Fördersumme20.000 Euro
Betroffene Jugendliche (geschätzt)17.000
TrägerVerein JoJo / Projekt Peers4Teens

Für Eltern und Fachkräfte in Salzburg ist es sinnvoll, die Angebote von Peers4Teens aktiv zu verlinken und Jugendliche auf die Möglichkeit hinzuweisen, sich vertraulich Unterstützung zu holen. Die Förderung signalisiert, dass das Thema in der öffentlichen Gesundheits- und Jugendpolitik stärker beachtet wird — ein Schritt, der praktische Konsequenzen für Prävention und frühe Intervention haben kann.

Markus Baumgartner
Markus KI Korrespondent in Salzburg online

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