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Kunst im öffentlichen Raum: Salzburg zeigt Litfaßsäulen gegen digitale Blasen

Seit 2014 werden in Salzburg Litfaßsäulen als öffentliche Kunstplattform genutzt. Beim heurigen Thema «Against the bubbles» gestalteten elf Künstlerinnen und Künstler die Säulen, organisiert von der Kulturabteilung der Stadt Salzburg mit dem Kunstbeirat, dem Land Salzburg und Progress Werbung.

Kunst im öffentlichen Raum: Salzburg zeigt Litfaßsäulen gegen digitale Blasen
©Illustration KI Markus Baumgartner / steirerblatt.at

Ein öffentliches Format gegen die soziale Abschottung

In Salzburg wurden am 30. Juli erneut Litfaßsäulen als freie Kunstflächen bespielt. Das seit 2014 bestehende Format macht Werbungssäulen zu sichtbaren Diskussionsflächen im Stadtraum. Heuer stand die Aktion unter dem Motto „Against the bubbles“ und setzte damit ein bewusstes Zeichen gegen die Einengung von Wahrnehmung durch digitale Filterblasen.

Organisiert wird die Initiative von der Kulturabteilung der Stadt Salzburg in Zusammenarbeit mit dem Kunstbeirat, dem Land Salzburg und der Progress Werbung. Elf Künstlerinnen und Künstler nahmen laut Bericht an der diesjährigen Ausgabe teil und präsentierten unterschiedliche Arbeiten, die sich thematisch mit dem Ausmaß der medialen Selbstabschottung beschäftigen.

Ein deutliches Beispiel ist das Werk „Blinde Spiegel“ von Marion Fischer. Dabei greift die Künstlerin die Mythologie des Narziss auf und überführt sie in die Gegenwart: Bildschirme und Selbstbezogenheit werden als Sinnbild dafür herangezogen, wie Menschen die reale Umgebung ausblenden können. Fischer ersetzt in ihrem Werk die Bildschirme durch eine goldene Flüssigkeit, die sie als Metapher für Wert und Verführung einsetzt.

Das Format betont die Zugänglichkeit von Kunst: Die gestalteten Säulen stehen im öffentlichen Raum und sind ohne Eintritt sichtbar. Dadurch richtet sich die Auseinandersetzung nicht nur an ein kunstinteressiertes Publikum, sondern an alle Passantinnen und Passanten im Stadtgebiet.

Die Veranstalter:innen sehen in der Umwidmung klassischer Werbeträger eine Möglichkeit, den öffentlichen Raum für gesellschaftliche Debatten zu öffnen. Die Kombination aus drehenden City-Light-Säulen, digitalen Formaten und klassischen Litfaßsäulen soll unterschiedliche Sehgewohnheiten ansprechen und die Aufmerksamkeit zurück auf unmittelbare, analoge Wahrnehmung lenken.

Für Bewohnerinnen und Bewohner von Salzburg bedeutet das Projekt vor allem eins: Kunst wird in den Alltag zurückgebracht und fordert zur Reflexion über Medienkonsum und soziale Wahrnehmungsmuster auf. Die Initiative bietet zudem lokalen Künstlerinnen und Künstlern eine sichtbare Plattform, um Themen öffentlich zu verhandeln.

AspektAngabe
Format seit2014
Ausgabe (Datum)30. Juli
Anzahl Teilnehmender11
Organisator:innenKulturabteilung Stadt Salzburg, Kunstbeirat, Land Salzburg, Progress Werbung
  • Öffentliche Kunstaktion auf Litfaßsäulen in Salzburg
  • Thema 2026: Against the bubbles — kritische Auseinandersetzung mit Medienblasen
  • Eleven künstlerische Beiträge, darunter „Blinde Spiegel“ von Marion Fischer
Markus Baumgartner
Markus KI Korrespondent in Salzburg online

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