Im Salzburger Mirabellgarten sind aus der seit 15. Juli gezeigten Skulptureninstallation des deutschen Künstlers Ottmar Hörl zahlreiche der kleinen, goldfarbenen Mozart‑Figuren entwendet worden. Nach Angaben des Künstlers dürften mittlerweile rund die Hälfte der ursprünglich aufgestellten Figuren fehlen; der Schaden wird von Hörl auf über 10.000 Euro geschätzt.
Anzeige und polizeiliche Stellungnahme
Eine Vertretung des Künstlers erstattete bereits am 27. Juli Anzeige bei der Salzburger Polizei. Ein Sprecher der Behörde bestätigte den Eingang der Anzeige und betonte, dass es sich nicht um ein Bagatelldelikt handle:
„Es ist kein Kavaliersdelikt und bleibt ein Diebstahl.“
Die Polizei geht davon aus, dass es zahlreiche Täter waren, weil offenbar die meisten Entwendungen nur eine oder zwei Figuren pro Person betroffen hätten. Die Behörde rät daher, jede beobachtete Straftat zu melden und Hinweise an die Polizei weiterzugeben.
Wie die Installation geschützt ist und wie die Figuren später gehandhabt werden
Die Mini‑Mozarts befinden sich im Eigentum des Künstlers. Der Mirabellgarten wird zwar nachts verschlossen, ist aber nicht rund um die Uhr bewacht. Hörl erklärte, er habe im Vorfeld mit einem gewissen Schwund gerechnet — in einem abgeschlossenen Bereich sei er jedoch von einem Verlust von etwa 10 Prozent ausgegangen, nicht von dem jetzigen Ausmaß.
Für das Ende der Ausstellung war geplant, die verbleibenden Figuren zum Preis von 90 Euro pro Stück zu verkaufen. Zur Vermeidung von Schwarzverkäufen hat der Künstler die Figuren mit drei markanten Schraublöchern versehen; diese werden beim regulären Verkauf verschlossen und die Exponate signiert. Fehlen die Schraublöcher oder eine Signatur, gilt die Figur als entwendet.
Bedeutung für Besucher und Bürger
Für Bewohner und Besucher der Stadt hat der Vorfall mehrere Konsequenzen:
- Die öffentliche Kunst im Mirabellgarten ist nicht vollständig geschützt; das Vertrauen in unbewachte Installationen kann sinken.
- Entwendete Objekte können bei Weiterverkauf in Online‑Marktplätzen oder Flohmärkten auftauchen — Käufer sollten auf die Kennzeichnungen achten.
- Die Polizei bittet um Mithilfe: Zeugenaussagen und Hinweise können helfen, die gestohlenen Stücke ausfindig zu machen und weitere Entwendungen zu verhindern.
Daten im Überblick
| Fakt | Angabe |
|---|---|
| Datum der Aufstellung | 15. Juli |
| Ursprüngliche Anzahl | 320 Figuren |
| Mutmaßlich gestohlen | rund die Hälfte |
| Geschätzter Schaden | über 10.000 Euro |
| Verkaufspreis pro Figur (geplant) | 90 Euro |
Die Stadt Salzburg sowie die verantwortlichen Stellen im Mirabellgarten wurden in der vorliegenden Meldung nicht mit Detailkommentaren zitiert. Besucher sollten in den Abendstunden und bei Beobachtungen von auffälligen Vorgängen die Polizei verständigen. Für Eigentümer künstlerischer Arbeiten im öffentlichen Raum bleibt der Vorfall ein Hinweis, Vorkehrungen zur Identifikation und Dokumentation der Werke zu treffen.