Stadt Villach bietet Leihbojen am Faaker See — zunächst am panoramabeach
Die Stadt Villach hat am Faaker See eine Initiative zur Erhöhung der Badessicherheit gestartet: Am panoramabeach stehen ab sofort kostenlose Schwimmbojen zur Ausleihe bereit. Die Aktion wird von der Wiener Städtischen Versicherung unterstützt, die die Anschaffung der Geräte mitfinanzierte. Nach Angaben der Stadt sollen die Bojen künftig auf weitere städtische Bäder ausgeweitet werden.
Hintergrund der Maßnahme ist die Absicht, das Bewusstsein für verantwortungsvolles Verhalten im Wasser zu stärken und in Notsituationen eine sofort verfügbare Auftriebshilfe zu bieten. Das Projekt richtet sich an Badegäste aller Altersgruppen und soll insbesondere jene Personen schützen, die ihre Kräfteüberschätzen oder plötzlich gesundheitliche Probleme erleiden.
„Eine Schwimmboje kann Leben retten. Mit diesem kostenlosen Angebot möchten wir das Sicherheitsbewusstsein stärken und möglichst viele Menschen dazu motivieren, beim Schwimmen eine Boje mitzunehmen“, sagt Bäderreferentin Vizebürgermeisterin Sarah Katholnig.
Auch die zuständige Wasserrettung empfiehlt den Einsatz solcher Bojen. Christiane Erbert, Einsatzstellenleiterin der Wasserrettung Villach, weist darauf hin, dass eine Notsituation im Wasser jedes Alter treffen kann: von jungen Menschen bis zu Seniorinnen und Senioren. Erbert rät Viel-Schwimmern zudem zur Anschaffung einer eigenen Boje, da diese das Schwimmen kaum beeinträchtige und die Sichtbarkeit im Wasser erhöhe.
So funktioniert die Ausleihe
- Die Bojen sind vorerst am panoramabeach am Faaker See verfügbar.
- Ausleihe erfolgt direkt bei der Badeaufsicht vor Ort.
- Nach Gebrauch sollen die Bojen wieder zurückgegeben werden; die Stadt appelliert an die Ehrlichkeit der Nutzerinnen und Nutzer.
- Für das kommende Jahr ist geplant, die Aktion auf weitere städtische Bäder auszuweiten.
Die Stadt weist ausdrücklich darauf hin, dass nicht zurückgegebene Bojen im Ernstfall andere Rettungsmöglichkeiten beeinträchtigen könnten. Ferdinand Bucher, Landesdirektor der Wiener Städtischen Versicherung Kärnten und Osttirol, betont die Unterstützung des Versicherers: Durch die Bereitstellung der Bojen werde die Sicherheit an Kärntens Seen gestärkt.
Was das für Badegäste in Villach bedeutet
Für Gäste und Einheimische bedeutet die Maßnahme einen niedrigschwelligen Zugang zu einer einfachen, potenziell lebensrettenden Sicherheitsausstattung. Wer regelmäßig am Faaker See und anderen Seen in der Region badet, sollte folgende Punkte beachten:
- Nutzen Sie die Leihbojen bei längeren Schwimmeinheiten oder wenn Sie allein unterwegs sind.
- Geben Sie die Boje nach Gebrauch an die Badeaufsicht zurück, damit sie auch anderen zur Verfügung steht.
- Überlegen Sie, ob eine eigene Schwimmboje für Viel-Schwimmer sinnvoll ist — laut Wasserrettung beeinträchtigt sie das Schwimmen kaum und erhöht die Sichtbarkeit.
Die Aktion ist Teil eines offensichtlichen Bemühens der Stadt Villach, Badeinrichtungen sicherer zu machen und das Risikobewusstsein in der Bevölkerung zu stärken. Konkrete Zeitpläne für die Ausweitung auf weitere Bäder wurden noch nicht genannt; die Stadtverwaltung kündigte jedoch an, die Maßnahme im kommenden Jahr auf zusätzliche Standorte ausrollen zu wollen.
| Standort | Verfügbarkeit |
|---|---|
| panoramabeach (Faaker See) | sofort, Leihbojen bei Badeaufsicht |
| weitere städtische Bäder | geplant für nächstes Jahr |
Die Initiative ist ein konkreter, kurzfristig wirksamer Schritt zur Erhöhung der Sicherheit an Kärntens Badestellen. Ob sie jedoch spürbare Auswirkungen auf die Zahl von Ertrinkungs- oder Notfallsituationen haben wird, hängt auch von der Akzeptanz durch die Badegäste und der verantwortungsvollen Nutzung ab.