Managementumbau bei Knorr‑Bremse stärkt Rolle des Standorts Mödling
Die Knorr‑Bremse GmbH hat ihr Führungsteam neu zusammengestellt. Für den Wirtschaftsstandort im Bezirk Mödling ist die Personalentscheidung von Bedeutung: Das Unternehmen betreibt hier eines seiner internationalen Kompetenzzentren und ist Teil eines Konzerns, der für die Schienenfahrzeugbranche weltweit eine führende Rolle spielt.
Die zentralen Veränderungen im Überblick:
- Jörg Branschädel wurde zum Sprecher der Geschäftsführung der Knorr‑Bremse GmbH ernannt und leitet zusätzlich die neue globale Business Unit Power & Grid Solutions.
- Maximilian Eichhorn übernimmt als neuer Geschäftsführer die weltweite Business Unit Doors.
- Manfred Reisner bleibt weiterhin verantwortlich für den Vertrieb von Schienenfahrzeugsystemen in Österreich und Osteuropa.
Die Personalien verdeutlichen, dass aus Sicht der Unternehmensleitung zentrale Geschäftsbereiche künftig aus Österreich gesteuert werden. In der lokalen Darstellung des Unternehmens heißt es ausdrücklich:
„Gemeinsam treiben wir unseren Erfolg gezielt voran“, freut sich Jörg Branschädel. „Besonders stolz macht uns, dass wir zwei große Knorr‑Bremse Business Units von Österreich aus managen dürfen. Diese Verantwortung nehmen wir sehr ernst. Danke an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die uns dabei unterstützen und täglich an der Zukunft der zuverlässigen Mobilität arbeiten.“
Was das für den Bezirk Mödling bedeutet
Für den Bezirk Mödling hat die Neuaufstellung mehrere konkrete Implikationen: Knorr‑Bremse zählt mit seinen Standorten in Mödling und Kematen an der Ybbs zu den bedeutendsten Akteuren der heimischen Bahnindustrie. Das Unternehmen beschäftigte laut Mitteilung insgesamt über 1.000 Personen in Niederösterreich und erzielte 2025 einen Umsatz von 635 Millionen Euro (Angaben des Konzerns für Österreich). Die Verstärkung von Managementfunktionen am Standort kann sich positiv auf die lokale Wertschöpfung, auf die Stabilität der Arbeitsplätze und auf künftige Entwicklungs‑ und Forschungsprojekte auswirken.
Gleichzeitig signalisiert die Betreuung globaler Business Units aus Österreich eine stärkere Vernetzung internationaler Entscheidungsprozesse mit den lokalen Produktions‑ und Entwicklungsaktivitäten. Für Beschäftigte und Zulieferbetriebe im Einzugsgebiet sind daraus potenzielle Chancen für neue Aufgabenfelder, Qualifizierungsanforderungen und mögliche Auftragszuwächse ableitbar.
Kurzdaten zur Führung
| Person | Funktion | Verantwortung |
|---|---|---|
| Jörg Branschädel | Sprecher der Geschäftsführung | Globale Business Unit Power & Grid Solutions |
| Maximilian Eichhorn | Geschäftsführer | Globale Business Unit Doors |
| Manfred Reisner | Geschäftsführer | Vertrieb Schienenfahrzeugsysteme AT & Osteuropa |
Das Unternehmen dankte zugleich den scheidenden Geschäftsführern Oliver Schmidt und Markus Ber „für ihre wertvolle Arbeit“. Aus kommunikationsseitiger Sicht stellt die Neubesetzung einen klaren Schritt dar, das Profil des Standorts als internationales Kompetenzzentrum weiter zu schärfen.
Für die lokale Öffentlichkeit und Beschäftigte bleibt zu beobachten, wie sich die Neustrukturierung auf konkrete Investitionsentscheidungen, Forschungskooperationen mit regionalen Partnern und auf die Beschäftigungsentwicklung auswirkt. Knorr‑Bremse ist seit 1968 in Mödling vertreten; der aktuelle Umbau könnte die Bedeutung des Standorts langfristig festigen.