Grundlage: Bilanz für 2023
Die Stadt Lienz hat gemeinsam mit dem AIT einen Klimaneutralitätsfahrplan Lienz 2040 erarbeitet. Zentrales Ergebnis des Projekts ist eine umfassende Energie‑ und Treibhausgasbilanz für 2023, die erstmals transparent darlegt, in welchen Bereichen in Lienz Emissionen anfallen. Genannt werden insbesondere die Bereiche Gebäude, Mobilität, Energieversorgung und Industrie.
Von Szenarien zu konkreten Maßnahmen
Aus der Bestandsaufnahme wurden unterschiedliche Zukunftsszenarien bis zum Jahr 2040 entwickelt. Ein Basisszenario bildet die Fortführung bereits geplanter energiepolitischer Maßnahmen ab; ein weiteres Szenario ist gezielt auf die Entwicklung hin zu einem nachhaltigen städtischen Energiesystem ausgerichtet. Auf dieser Grundlage entstand ein konkreter Maßnahmenkatalog, der Handlungsmöglichkeiten sowie deren erwartete Wirkung vergleichbar macht.
- Transparente Bestandsaufnahme der Emissionsquellen (Basissituation 2023).
- Vergleichbare Szenarien bis 2040 und ein Maßnahmenkatalog.
- Einfach nachvollziehbares Monitoring‑System mit Kennzahlen zur Fortschrittskontrolle.
Beteiligung lokaler Akteur:innen
Ein wichtiger Baustein des Projekts war die aktive Einbindung von Vertreter:innen aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Diese breite Beteiligung soll sicherstellen, dass die vorgeschlagenen Maßnahmen fachlich fundiert und zugleich praktisch umsetzbar sind. Klimaneutralität wird im Projekt nicht als abstraktes Ziel, sondern als ein gemeinsamer Entwicklungsprozess für die Stadt verstanden.
Übertragbarkeit und Auszeichnung
Das Vorgehen ist so konzipiert, dass es auch auf andere Gemeinden übertragbar ist: solide Datenbasis, konkrete Ziele und Beteiligungsprozesse. Für das gemeinsame Projekt mit dem AIT erhielt die Stadt Lienz den ÖGUT‑Umweltpreis in der Kategorie „Nachhaltige Kommune“.
Was bedeutet das konkret für Lienz?
Für die Bewohner:innen des Bezirks bedeutet der Fahrplan eine strukturierte Grundlage für kommunale Entscheidungen in den kommenden Jahren: Investitionsprioritäten, Anpassungen in der Raumplanung, Förderinstrumente für Gebäudesanierung oder Mobilitätsangebote lassen sich künftig stärker an nachprüfbaren Kennzahlen ausrichten. Das Monitoring‑Konzept gibt der Politik die Möglichkeit, Fortschritte zu messen und Maßnahmen bei Bedarf nachzusteuern.
| Aspekt | Rolle im Fahrplan |
|---|---|
| Bestandsanalyse | Energie‑ und Treibhausgasbilanz 2023 |
| Szenarien | Basisszenario und klimaneutrales Szenario bis 2040 |
| Partizipation | Einbindung von Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft |
Der Fahrplan schafft damit die Voraussetzungen, damit Lienz Schritte Richtung Klimaneutralität planen und umsetzen kann. Entscheidend wird sein, wie zügig die Stadt und lokale Akteur:innen die empfohlenen Maßnahmen priorisieren und mit konkreten Finanzierungs‑ und Zeitplänen hinterlegen.