ST. RUPRECHT AN DER RAAB. Der regional verankerte Druckereibetrieb Klampfer Druck reagiert auf die strukturellen Veränderungen in der Branche mit einer umfassenden Modernisierung an mehreren Standorten. Laut Unternehmensangaben beschäftigt der Betrieb derzeit an fünf Standorten rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter vier Lehrlinge. Um dem Rückgang klassischer Druckauflagen und gestiegenen Produktionskosten entgegenzutreten, hat die Geschäftsführung mehrere Investitionsschritte angekündigt.
Maßnahmen gegen Marktveränderungen
Die Geschäftsführung beschreibt die Situation in der Druckbranche als von zwei Effekten geprägt: sinkende Auflagen bei Zeitungen und Prospekten sowie verteilte Marketingbudgets zugunsten digitaler Kanäle. Zudem belasteten höhere Preise für Energie, Papier und Rohstoffe die Kostenstruktur. Klampfer Druck verfolgt daraufhin einen strategischen Kurs: statt Kapitulation werde in Technik und Prozesse investiert, um anspruchsvolle Kundenanforderungen weiter bedienen zu können.
„Bei Zeitungen, Magazinen sowie Werbeprospekten verzeichnen wir sinkende Auflagen. Viele Unternehmen verteilen ihr Marketingbudget auf digitale Kanäle“,
Als konkrete Maßnahmen nennt das Unternehmen die Anschaffung einer Buchklebestraße für hochwertigere Bindungen und eine neue Inkjet‑Druckmaschine, die besonders für schnelle Kleinstauflagen und hochwertige Ergebnisse eingesetzt werden soll. Außerdem wurde der IT‑Bereich komplett neu aufgestellt und Workflows mithilfe von Künstlicher Intelligenz optimiert.
Konkrete Auswirkungen vor Ort
- Erhalt und Sicherung von Arbeitsplätzen: Das Unternehmen bleibt als regionaler Arbeitgeber mit rund 100 Beschäftigten präsent.
- Steigerung der Produktqualität: Die neue Buchklebestraße soll die Bindungsqualität für Kataloge und Prospekte verbessern.
- Erhöhte Flexibilität: Die Inkjet‑Maschine ermöglicht die wirtschaftliche Produktion kleiner Auflagen in hoher Druckqualität.
Für Kundinnen und Kunden in der Region bedeutet das konkret: Wer hochwertige Druckprodukte benötigt, erhält künftig kürzere Produktionszeiten und eine größere Bandbreite an Auflagenhöhen. Für Lehrlinge und Mitarbeiterinnen eröffnet die Modernisierung Chancen auf Qualifizierung im Bereich digitaler Workflows und moderner Drucktechnik.
Wirtschaftlicher Kontext
Die Modernisierungsmaßnahmen sind als Antwort auf langanhaltende Marktverschiebungen zu lesen: Während klassische Printprodukte in vielen Segmenten rückläufig sind, wächst die Nachfrage nach individualisierten, qualitativ hochwertigen Druckerzeugnissen. Investitionen in Automatisierung und digitale Prozesse sind daher ein Mittel, um Marktanteile zu halten und neue Nischen zu bedienen.
Welche Effekte die Modernisierung mittelfristig auf Beschäftigung und Standortstabilität haben wird, bleibt zu beobachten. Fakt ist: Mit der genannten Investitionsbereitschaft positioniert sich Klampfer Druck deutlich proaktiv — ein Signal an Kunden und Wettbewerber im Bezirk Weiz, dass der Betrieb seine Produktion und Dienstleistungen an veränderte Marktanforderungen anpasst.
| Fakt | Angabe |
|---|---|
| Standorte | 5 |
| Mitarbeiterinnen / Mitarbeiter | rund 100 |
| Lehrlinge | 4 |