EBERNDORF. Beim 24. Jauntaler Salamifest drehte sich am Sonntag im historischen Stiftshof vieles um die lokale Wurstkultur und die enge Verbindung zwischen Landwirtschaft, Direktvermarktung und Brauchtum. Veranstalter war der Verein der Jauntaler Salamibauern unter Obmann Reinhard Gesson. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten den Genusstag, um Produkte aus dem Jauntal und dem Alpen-Adria-Raum zu verkosten und direkt bei den Produzentinnen und Produzenten einzukaufen.
Festlicher Auftakt und Programm
Das Programm begann mit einer heiligen Messe in der Stiftskirche; anschließend zogen Beteiligte und Ehrengäste in den Stiftshof ein. Mit der offiziellen Begrüßung und dem traditionellen Anschnitt der Salami wurde das Fest eröffnet. Die musikalische und kulturelle Umrahmung trugen unter anderem die Marktkapelle Eberndorf-Kühnsdorf sowie die Jauntaler Schuhplattler bei. Am Abend sorgten Peter Grilliz und seine Oberkrainer für Unterhaltung und Gemeinschaftsstimmung.
„Königin der Würste“
Im Mittelpunkt stand die Jauntaler Bauernsalami, die als regionales Erzeugnis präsentiert wurde. Daneben boten zahlreiche Direktvermarkter weitere bäuerliche Spezialitäten und regionale Produkte an. Das Salamifest stellte somit eine Plattform für handwerklich arbeitende Betriebe dar, die ihre Waren einem breiten Publikum zeigen wollten.
Was das Fest für die Region bedeutet
Die Veranstaltung trägt zur Stärkung regionaler Wertschöpfung bei: Für Kleinproduzenten ist das Salamifest eine wichtige Verkaufs- und Werbechance. Für Konsumentinnen und Konsumenten aus dem Bezirk Völkermarkt und darüber hinaus bietet das Fest eine seltene Möglichkeit, sich direkt über Herstellung, Zutaten und Lagerung zu informieren. Solche Treffen fördern Transparenz in der Lebensmittelversorgung und helfen, kurze Lieferketten zu erhalten.
- Direktverkauf: Möglichkeit, Produkte direkt bei Herstellerinnen und Herstellern zu erwerben.
- Brauchtum: Vorführungen wie Schuhplatteln und kirchliche Eröffnung stärken lokale Identität.
- Netzwerk: Austausch zwischen Landwirtinnen/Landwirten, Gastronomen und Konsumentinnen/Konsumenten.
Für Besucherinnen und Besucher sind beim Kauf regionaler Fleischwaren folgende Hinweise wichtig: Auf Herkunftskennzeichnung und mögliche Allergene achten, bei Handwerksware Haltbarkeitsangaben beachten und bei Bedarf Produzentinnen bzw. Produzenten nach Aufbewahrung und Zubereitung fragen.
| Programmpunkt | Ort |
|---|---|
| Heilige Messe | Stiftskirche Eberndorf |
| Eröffnungsanschnitt der Salami | Stiftshof |
| Musikalische Umrahmung | Stiftshof / Bühne |
| Brauchtumsauftritt | Stiftshof |
Das Salamifest zeigte deutlich, wie eng Kulinarik, bäuerliche Produktion und gelebtes Brauchtum im Jauntal verknüpft sind. Für viele Produzentinnen und Produzenten ist die Veranstaltung ein fester Termin im Kalender, der nicht nur Absatz bringt, sondern auch zur Pflege regionaler Traditionen beiträgt.