Absage des „Alter Ego“-Festivals trifft Kultur- und Veranstaltungsszene in Wels
Das neu angekündigte „Alter Ego“‑Hip‑Hop‑Festival auf der Welser Trabrennbahn, geplant für den 7. und 8. August 2026, wird nicht stattfinden. Als offizielle Begründung nennt der Veranstalter den schleppenden Kartenverkauf. Nach Angaben der Wels Marketing und Tourismus GmbH waren bis eine Woche vor dem geplanten Start lediglich rund 4.000 verkaufte Tickets von den ursprünglich geplanten 7.000 Tickets verzeichnet worden.
Die Absage kommt für alle Beteiligten kurzfristig: Künstler waren laut Angaben verpflichtet und Anzahlungen bereits geleistet. In einer Mitteilung auf Instagram erklärte Veranstalter Florian Störinger, nach intensiver Prüfung und Gesprächen mit Investoren, Sponsoren und Partnern habe der letzte finanzielle Schritt gefehlt, um das Festival in der geplanten Qualität durchführen zu können.
"Diese Nachricht fällt mir alles andere als leicht, aber nach intensiver Prüfung und unzähligen Gesprächen mit Investoren und Sponsoren und Partnern müssen wir euch mitteilen, dass wir das Alter Ego-Festival leider verschieben müssen."
Was die Zahlen bedeuten — eine Kurzübersicht
| Geplante Kapazität | Verkaufte Tickets (eine Woche vor Event) | Fehlende Tickets |
|---|---|---|
| 7.000 | 4.000 | 3.000 |
Die Diskrepanz zwischen angestrebter Kapazität und tatsächlichem Verkauf zeigt, dass das Projekt finanziell nicht ausreichend abgesichert war. Öffentliche Stellen, örtliche Dienstleister und Sponsoren waren in die Planungen eingebunden; die Absage kann kurzfristig logistische und wirtschaftliche Folgen haben, etwa für Anbieter vor Ort und für die Trabrennbahn als Veranstaltungsort.
Lokale Folgen und praktische Hinweise
- Ticketinhaber müssen Informationen zu Rückerstattung und weiteren Schritten vom Veranstalter oder über die Ticketplattform erwarten.
- Für Dienstleister vor Ort (Catering, Security, Technik) entstehen durch die Absage möglicherweise kurzfristige Ausfälle; konkrete Auswirkungen hängen von individuellen Verträgen ab.
- Die Stadt und die Tourismusorganisation Wels waren als Partner genannt; kommunale Ressourcen für das Event dürften nun nicht benötigt werden.
Wels Marketing und Tourismus-Geschäftsführer Peter Jungreithmair kommentierte die Entscheidung mit dem Hinweis, dass das Festival ein „super Thema für Wels“ hätte sein können, sich die Nachfrage aber als zu gering erwiesen habe. Konkrete Angaben zur finanziellen Belastung der Partner oder zu bereits entstandenen Kosten liegen bislang nicht öffentlich vor.
Für das Publikum bedeutet die Absage vor allem: Abwarten auf offizielle Rückmeldungen des Veranstalters zur Rückerstattung und zur Frage, ob ein neuer Termin geplant ist. Die Organisatoren sprechen von einer Verschiebung; eine konkretere zeitliche Perspektive nannten sie in der bisher veröffentlichten Mitteilung nicht.
Für die lokale Kultur- und Eventszene bleibt die Situation ein mahnendes Beispiel dafür, wie anfällig größere Open-Air‑Projekte gegenüber Ticketverkäufen und Finanzierungsunsicherheiten sind. Sollte eine Neuauflage angedacht werden, wird sich zeigen, ob Veranstalter, Sponsoren und Kommunalpartner einen belastbaren Finanzierungsmix finden können, der die Kostenrisiken reduziert und das Risiko einer kurzfristigen Absage minimiert.