Augenschutz in heißen Monaten: worauf es ankommt
Das Klinikum Wels-Grieskirchen weist darauf hin, dass intensive Sonneneinstrahlung nicht nur die Haut, sondern auch die Augen akut schädigen und langfristig Augenkrankheiten begünstigen kann. Betroffen sind insbesondere Menschen, die sich verstärkt im Freien aufhalten oder dort tätig sind. Neben UV-Strahlung können auch Hitze, trockene Luft, Wind und Klimaanlagen den Augengesundheit zu schaffen machen.
Leitender Oberarzt Ernst Dragosits von der Abteilung für Augenheilkunde und Optometrie erklärt die Risiken und Maßnahmen. Er betont die Bedeutung von Schutzmaßnahmen nicht nur im Urlaub, sondern auch im Alltag.
„UV-Strahlung betrifft nicht nur die Haut. Auch die Augen können dadurch geschädigt werden – kurzfristig ebenso wie über viele Jahre hinweg“
Symptome, Folgen und erste Hilfe
Eine hohe UV-Belastung kann zu Entzündungen der Hornhaut und Bindehaut führen. Typische akute Beschwerden sind:
- Lichtempfindlichkeit
- Schmerzen
- Tränenfluss
- Fremdkörpergefühl
Außerdem kann langfristig vermehrte UV-Exposition Veränderungen an der Augenoberfläche begünstigen und ein Risikofaktor für bestimmte Formen des Grauen Stars sein. Sommerliche Bedingungen begünstigen zusätzlich trockene, gerötete oder gereizte Augen: Klimaanlagen, Wind, Staub oder reduzierte Luftfeuchte beeinträchtigen den schützenden Tränenfilm. Allergische Reaktionen und infektiöse Bindehautentzündungen treten in den Sommermonaten ebenfalls häufiger auf.
Praktische Empfehlungen
Das Klinikum nennt einfache Maßnahmen, die Betroffenen Erleichterung bringen und Risiken mindern:
- Sonnenbrillen mit geeignetem UV-Schutz tragen — besonders an Orten mit starker Reflexion wie Wasser oder hellen Flächen.
- Bei leichten Reizungen konservierungsmittelfreie Benetzungstropfen nutzen und kühle Umschläge anwenden.
- Kontaktlinsenträgern wird geraten, bei gereizten Augen vorübergehend auf eine Brille umzusteigen.
- Die Augen nicht reiben, um zusätzliche Schäden zu vermeiden.
Wann ärztliche Abklärung dringend ist
Das Klinikum erinnert daran, dass bestimmte Beschwerden als augenärztliche Notfälle gelten und unverzüglich untersucht werden sollten. Dazu zählen unter anderem:
- plötzlich auftretender Sehverlust
- Lichtblitze oder neu aufgetretene zahlreiche schwarze Punkte
- ein Schatten im Gesichtsfeld
- starke Augenschmerzen sowie Augenverletzungen oder Verätzungen
| Beschwerde | Erstmaßnahme |
|---|---|
| Leichte Reizung, Trockenheit | Konservierungsmittelfreie Augentropfen, kühle Umschläge, Brille statt Kontaktlinsen |
| Starke Schmerzen, Sehverlust, Verletzung | Sofortige augenärztliche Untersuchung (Notfall) |
Für Bewohnerinnen und Bewohner in Wels bedeutet das: Schon einfache Schutzmaßnahmen — eine geeignete Sonnenbrille beim Aufenthalt im Freien, Achtsamkeit bei Klimaanlagennutzung und der Verzicht auf das Reiben der Augen — können akute Beschwerden verhindern und langfristige Risiken reduzieren. Wer unsicher ist oder schwere Symptome bemerkt, sollte nicht zögern, die Augenabteilung des Klinikums Wels-Grieskirchen oder seine Hausärztin/seinen Hausarzt aufzusuchen.